Kleine Chronik der Stadt

Ermsleben



300      -     Zwischen 300 und 531 n. Chr. wird die Gegend um Ermsleben von nordgermanischem Warnen besiedelt.

-          Die Warnen, ursprünglich aus Jütland, vermischten sich bei ihrer südlichen Wanderung mit den Hermanduren, und bildete mit ihnen das Thüringer Reich.

-          Auf ihrem Weg blieben überall einzelne Sippen zurück, die eigene Siedlungen gründeten, so auch Ermsleben und Sinsleben.

-          Die heute zu Ermsleben gehörenden, ursprünglich eigenständigen Siedlungen Berlingen (Nordschwäbisch), und Osterendorp (sächsisch) sind während des Mittelalters verlassen worden.

 

531      -     n. Chr. zerschlugen die Franken und Sachsen das Thüringer Reich. Unsere Region wurde sächsisch.

-          Wir gehörten fortan als „Schwabengau“ zum Frankenreich.

-          Die auch Suebengau genannte Grafschaft lag am nordöstlichen Harz, und umfasst das große Gebiet von Thale über Quedlinburg, Ballenstedt, Aschersleben, Hettstedt bis zur Saale

 

600      -     Um das Jahr 600 wurde auf dem zwei Kilometer südlich von Ermsleben gelegenen Bergsporn die Konradsburg gebaut.

-          Die Konradsburg diente ursprünglich dem Schutz der Heerstraße Eisleben – Quedlinburg und des Reichsgutes Harz.

-          Die Ritterburg wurde 1021 im Zusammenhang mit Burchardus de Conradesburch erstmals urkundlich erwähnt.

-          Der älteste Siedlungsteil Ermslebens war der „Klapperberg“, heute Falkensteiner Weg, Feld Richtung Meisdorf.

 

800      -     Um 800, zur Zeit Kaiser Karls des Großen, wurde die Gegend nach und nach christianisiert.

-          Der alte Dialekt, den man zu dieser Zeit im Schwabengau (Swavongau) sprach, nennt man „Altschwäbisch“

-          Im Zuge der Christianisierung wurde der Ort dem Bistum Halberstadt zugeordnet, zu dem es viele Jahrhunderte gehörte.

-          Politisch-kultische Dispute wurden auf den alten heiligen Wieken ausgetragen. Einer befand sich auf dem Weißenberg und entwickelte sich später zum Gerichtsplatz.

 

840      -     Zwischen 840 und 853 predigte der Halberstädter Bischof Haymo IV mehrmals in Ermsleben gegen den alten Götzendienst.

-          Wahrscheinlich wurde um diese Zeit die Vorgängerkapelle der späteren St. Sixtus Kirche gebaut.

 

919      -     Im Jahr 919 wurde der Sachsen-Herzog Heinrich zum deutschen König Heinrich I. gewählt.

-          Damit gehörte die gesamte Harzregion zwischen Bode, Selke und Eine zum Machtbereich seines Reiches.

-          Heinrich I. wählte Quedlinburg (damals: Quitilingaburg) als häufigen Aufenthaltsort, und fand in Quedlinburg auch seine letzte Ruhestätte.

 

964      -     In diesem Jahr findet für Sinsleben die erste urkundliche Erwähnung als „Sinsleve“, später als „Sinislebo“, und auch als „Sinßleben“ statt.

-          Gegründet wurde die Siedlung schon einige Jahrhunderte zuvor von einem Warnen namens „Simo“

-          Bis 1332 wurde Sinsleben von den Konradsburgern und später von den Falkensteiner Grafen mitverwaltet.

 

1016    -     In diesem Jahr wurde die Ermslebener St. Sixtus Kirche gestiftet.

-          Die St. Sixtus Kirche ist die älteste Stadtpfarrkirche Sachsen-Anhalts

-          Sie ist dem im Jahre 258 gestorbenen und später heiliggesprochenen Papst und Märtyrer „Sixtus II“ gewidmet.

 

1021    -     In diesem Jahr ist die älteste urkundliche Erwähnung der Edelfreien von der Konradsburg bezeugt.

 

1045    -     Am 26. April wurde der Ort Ermsleben unter der Bezeichnung „Anegrimes Lebo“ erstmals in einer Urkunde Kaiser Heinrich III. erwähnt.

 

1076    -     Im Jahre 1076 ermordet Egino von Conradsburg aus politischen Gründen Graf Adelbert v. Ballenstedt

 

1115    -     Zwischen 1115 und 1120 entsteht die Burg Falkenstein bei Meisdorf.

 

1120    -     Das Kloster Gernrode verkaufte Sinsleben an den Falkensteiner Grafen Burghardt I.

-          Als Sühne für die Mordtat des Konradsburgers von 1076 wird die Konradsburg 1120 in ein Augustinerchorherrenstift umgewandelt.

 

1133    -     Im Mai war die erste urkundliche Erwähnung eines Abtes Adalbert aus dem Benediktinerklosters auf der Konradsburg.

 

1155    -     Es wurden erstmals Adlige („Edle von Ermsleben“) urkundlich erwähnt.

-          Volkmar de minori Anegrimesleve (Volkmar aus Klein Ermsleben, Gegend um die Ulme) und seine Söhne Conrad, Gero, und Otto werden als Schöffen am Ascherslebener Landgericht erwähnt.

-          Die Falkensteiner Edelherren erwarben durch Heirat den Grafentitel. Auf einer Münze steht zu deutsch: Stadt Burchardts. Laut Historikern ist damit Ermsleben gemeint.

-          Demnach hatte Ermsleben höchstwahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert das Stadtrecht.

-          Durch die Edelherren von der Konradsburg entstand im 12. Jahrhundert die Thie-Mühle in der Lindenstraße (später „Reymanns Mühle“). Später wurde sie als Klostermühle und als Amtsmühle bezeichnet.

 

1162    -     Gero wird in einer von Albrecht dem Bären zu Arneburg ausgestellten Urkunde als „Gero von Anegremenslewe“ erwähnt.

 

1170    -     Um 1170 sind die Apsis, die Krypta sowie ein schmaler rechteckiger Querbau der St.-Sixtus-Kapelle errichtet worden. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde mit der Errichtung von seitlichen Turmbauten begonnen.

 

1200    -     Es begann der Bau der St.-Andreas-Kirche in Sinsleben im romanischen Stil. Sie wurde bis 1332 vom Kloster Konradsburg betreut.

-          Um diese Zeit wurde die Klosterkirche auf der Konradsburg gebaut, von der heute nur noch der Chor sowie die darunterliegende fünfschiffige Hallenkrypta erhalten sind.

1215    -    Ermsleben wurde der Hauptort der Grafschaft Falkenstein. Damit hat der Graf von Falkenstein die Herrschaft auch über Ermsleben.

-    Er ließ an der Anhöhe über der Selke, an der später das Schloss stand, eine Burg (castum in Eneghermersleve) als seine Residenz bauen. Diese Gebäude sind nicht erhalten. Bei einer Teilung erhält Hoyer von Falkenstein den nördlichen Teil des Besitzes mit Ermsleben und lässt das Schloss (Domäne) erbauen.

1221    -     Offiziell verzichtete der Graf auf die Prägung eigener Münzen, inoffiziell wurden aber noch bis nach 1240 Falkensteiner Münzen geprägt.

-          Graf Hoyer von Falkenstein veranlasste den anhaltischen Ministerialbeamten Eike von Repgow, dessen Lehnsherr er wahrscheinlich war, den Sachsenspiegel zu schreiben.

-          Letzter Burgherr von Falkenstein („Valkenstein“) war Odrias von Anegrimenslewe, Schwager des Grafen Hoyer von Falkenstein, der durch eine Erbin Helmburg in den Besitz von Schloss und Stadt Ermsleben kam.

 

1238    -     Bau der Ermslebener Stadtmauer mit Wehrtürmen

 

1276    -     In einer offiziellen Urkunde des Grafen von Falkenstein wurde Ermsleben erstmals ausdrücklich als „Stadt“ bezeichnet.

-          Die Existenz einer Stadtmauer sowie alte Münzen belegen allerdings, dass Ermsleben bereits im 12. Jahrhundert über das Stadtrecht verfügt haben muss.

 

1299    -     Sie adelige Familie „von Esterndorf“ (auch Etterndorf) gehörte zur Grafschaft Falkensteins.

 

1322    -     Graf Otto IV von Falkenstein übertrug sein Patronatsrecht an der St.-Sixtus-Kirche seinem Sohn Burchardt IV.

-          Der Nachfahre der alten Edelherren von Konradsburg, Graf Otto IV. war bis dahin weltlicher Schutzvogt des Klosters Konradsburg.

 

1332    -     Am 18. Januar unterzeichnete Burchardt IV die Schenkungsurkunde

-          Burchardt IV, der letzte Graf von Falkenstein, hatte sich als Domherr zu Halberstadt in den Kirchendienst zurückgezogen.

-          Auf Bitten seines Vaters Otto IV. verlies er das Domkapitel und heiratete. Aber seine Frau Hedwig starb kurz darauf, und Burchardt wollte nicht wieder heiraten. Er starb 1334.

-          Mangels Erben und wohl auch wegen des Konflikts mit dem Bischof schenkte Burchardt IV. noch zu Lebzeiten die Burg Falkenstein sowie Ermsleben mit sämtlichen Gütern, Höfen sowie der Wasserburg (Schloss) dem Hochstift des Bistums Halberstadt.

-          Schloss und Stadt Ermsleben gehörten fortan, bis zum Westfälischen Frieden von 1648, dem Fürstbistum Halberstadt

-          Danach gingen sie mitsamt dem Bistum Halberstadt in den Besitz des Kurfürstentums Brandenburg und damit an Preußen über.

 

1400    -     Am Anfang des 15. Jh. war der Bau der Ellermühle (später Schützens Mühle, dann Kippings Mühle). Die Mühle wurde von der Stadt Ermsleben erbaut, die sie verpachtete.

 

1437    -     Übernahmen die Edelherren von der Asseburg die Burg Falkenstein.

 

1451    -     Mit Genehmigung des Halberstädter Bischof Burchardt entsteht die erste eigene Pfarrstelle in Ermsleben. Der Pfarrer ist Heinricus Maibaum.

 

1460    -     Das Kloster Konradsburg war verarmt und in schlechtem Zustand, weshalb die Herren von Hoym mehrfach Geld liehen, um es zu erhalten. Dies blieb jedoch erfolglos.

 

1475    -     Friedrich von Hoym erhielt Ermsleben als Lehen.

-          Die letzten Benediktinermönche verließen das Kloster Konradsburg.

 

1476    -     Am 15. Februar übernahmen Kartäusermönche aus Erfurt das Kloster Konradsburg. Der erste Prior hieß Lentfrid Baldwin, und dessen vermögender Bruder Werner unterstützte das Kloster finanziell.  

-          Die Benediktinerabtei wurde wegen Verarmung aufgegeben. Die verbliebenen Mönche fanden Aufnahme in anderen Klöstern.

 

1490    -     Gegen Ende des 15. Jh. wurde die Walkmühle gebaut. Hier wurden Felle zubereitet, mit Kalk vermischt, enthaart und durchgewalkt.

-          Zur Mühle gehörte auch ein Kalksteinbruch.

 

1518    -     Burchard VI. von der Asseburg schenkte dem Kloster Konradsburg wertvolle goldene Schalen, deren Erlös den armen Leuten zugutekommen sollte.

-          Diese Schenkung ging als „Konradsburger Armenspende“ in die Stadtgeschichte ein.

 

1520    -     Die St.-Andreas-Kirche erhielt ein Kruzifix und 1563 ein hölzernes Relief des Reformators Martin Luther. Beide befinden sich heute in der Winterkapelle.

 

1525    -     Am 03. Mai überfallen die Bauern im Bauernkrieg die Konradsburg und plündern sie aus. Sie zünden sie an und zerstören alles, auch die herrliche Kirche, und vertreiben die Mönche.

-          Im gleichen Jahr fällt auch die Kirche von Ermsleben den Flammen zum Opfer.

 

1526    -     Die Mönche geben das Kloster Konradsburg aufgrund von Verarmung auf. Sie wurde dem Augustinerhospital in Magdeburg zugeordnet.

-          Die Konradsburg stand zunächst öde und verlassen und wurde dann in einen Landsitz umgewandelt.

 

1530    -     Kardinal Albrecht von Brandenburg, Verwalter des Bistums Halberstadt, übergab die Kartause und ihren gesamten Güterbesitz dem Domkapitel von Halle.

-          Seinem erzbischöflichen Kanzler Dr. Christoph Türck übereignete er die alte Wasserburg (Schloss) und die Konradsburg. Türck hatte daraufhin seinen Wohnsitz auf der Konradsburg.

-          Türck versucht auch, Ermsleben an sich zu bringen, aber die Bürger beschweren sich darüber beim bischöflichen Rat, so dass der Kardinal das Schloss und die Konradsburg von ihm zurückfordert.

 

1530    -     Am 01. September erhält Ermsleben das Marktrecht von Kaiser Karl V. und die Bewilligung, den St. Gallus - und Weihnachtsmarkt abzuhalten.

-          Ermsleben musste an die Herren der Konradsburg, die nun ein Landsitz war, 800 Gulden für den Straßenbau zahlen.

 

1534    -     Der Hohenberg wurde vom Bistum Halberstadt als Lehen an die Edelherren von Hoym gegeben, die auch Miteigentümer der Konradsburg wurden.

 

1535    -     erhält Ermsleben mit Johann Senger den ersten evangelischen Prediger.

-          Das Kirchenschiff wurde im Westen und Süden erweitert und erhielt seine jetzige Gestalt.

-          In der Konradsburger Straße (heute Nummer 7) wurde das älteste heute noch erhaltene Wohnhaus in Ermsleben gebaut.

 

1539    -     Erkaufte sich das Bistum Halberstadt auf dem Landtag in Calbe an der Saale für 200.000,- Gulden die Religionsfreiheit.

 

1543    -     Gehörten die Wiesen und Wälder rund um den heutigen Friedrichshohenberg zum Eigentum des ehemaligen Klosters Konradsburg.

 

1546    -     Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen, der Nachbar des Stiftes Halberstadt, ließ kurz nach Weihnachten im Schmalkaldischen Krieg sein Heer unter Führung des Grafen Albrecht von Mansfeld in Ermsleben einmarschieren.

-          Stadt und Konradsburg wurden Besitz des Kurfürsten. Ermsleben gehörte für wenige Monate zu Kursachsen.

-          Die Zahlung des Zehnten von Seiten der Bürger wurde abgeschafft. Bauern, außer Freibauern, zahlten ihn bis ins 17. Jahrhundert.

 

1547    -     Im April schlug Kaiser Karl V. den Kurfürst von Sachsen bei der Schlacht bei Mühlberg. Die Sachsen mussten Ermsleben wieder verlassen.

-          Der erzbischöfliche Kanzler Dr. Christoph Türck forderte Stadt und Burg vom Kaiser zurück. Dieser gewährte ihm seinen Wunsch.

-          Der Kanzler starb nach einem Abendessen mit Freunden. Gerüchten zufolge wurde er vergiftet.

-          Seine Verwandten, die Edelherren von Hoym, erbten die Konradsburg, an der sie seit 1534 Mitbesitz hatten.

-          Kurfürst Moritz von Sachsen übernahm die Wasserburg (das spätere Schloss).  

 

1553    -     Am 12. Juni zog der Markgraf Albrecht von Brandenburg mit seinen Truppen, von Eisleben kommend, über Mansfeld und Ermsleben nach Halberstadt.

 

1554    -     Herzog Heinrich von Braunschweig, der dem Bistum Halberstadt beistand, ließ 4 Wochen lang ein Reiterregiment in Ermsleben hausen. Sie zerstörten viel.

 

1559    -     Erhält die St.-Sixtus-Kirche eine kleine, 65 kg schwere Glocke, ursprünglich als Taufglocke. Die Glocke ist heute noch in Betrieb, und die älteste noch erhaltene Glocke Ermslebens

 

1564    -     Am 11. November gründeten sich die Schneidergilde und die Schuhmachergilde.

-          In Ermsleben gibt es eine kleine Lateinschule. Rektor war Georgius Hertzog und Konrektor war Gregorius Alsbur.

-          Am 08. Juni war die älteste Erwähnung des Hospitals, das damals noch außerhalb der Stadtmauern, vor dem Konradsburger Stadttor, stand. Die genaue Bauzeit ist unbekannt. Es gehörte der gemeinnützigen Stiftung „St, Crucis“ (deutsch: Heiliges Kreuz), die durch den Ermslebener Bürgermeister und den Pfarrer vertreten wurde. Es war ein Armenhaus für bis zu 12 Personen, vor allem alten alleinstehenden Frauen.

-          Der erst 2-Jährige Herzog Heinrich Julius von Braunschweig wurde zum Verwalter Ermslebens bestimmt. Bis zu seinem 14. Geburtstag regierte das Domkapitel unter Domherr Johann Spitznas als „Hauptman uff Ermsleben“. 1578 wurde er mündig und regierte bis 1613.

 

1565    -     Am 09. Juni wird durch einen Schustergesellen, der auf Wanderschaft ist, die Pest eingeschleppt. Bis zum Herbst desselben Jahres sterben in Ermsleben 550 Menschen, und in Sinsleben 190 Menschen.

-          Im gleichen Jahr wird das Hospital in das neue Haus am Gottesacker (Friedhof) verlegt

 

1566    -     Die Stadt Ermsleben kaufte von Maximilian Helmstedt, dem Sekretär des Erzbischofs von Magdeburg und Bischofs von Halberstadt, den Vitzenhagenschen Hof gegenüber der St.-Sixtus-Kirche. Der Hof gehörte früher Urban von Vitzenhagen.

 

1567    -     In diesem Jahr kommen die Ämter Ermsleben und Wasserburg (Schloss) in Erbpacht an die Herren von Hoym, zunächst 60 Jahre für jährlich 600 Gulden.

-          Die St.-Sixtus-Kirche erhielt eine noch heute erhaltene Sandsteintaufe.

 

1570    -     Es werden 7 Frauen als Hexen verbrannt und auf dem Richtfeld verscharrt.

 

1571    -     In der St.-Sixtus-Kirche wurde ein von Zacharias Bogenkranz (gebürtig aus Sinsleben) gefertigtes Sandstein-Epitaph vom Stadthalter von Halberstadt, Heinrich von Hoym, gestiftet.

 

1573    -     Wurde in Sinsleben die erste Schule gebaut.

 

1576    -     Sinsleben bekommt die erste eigene Pfarrstelle, geschaffen vom Grafen von Hoym.

 

1587    -     Am 26. August wurde der Bürgermeistersohn Joachim Ramdohr in Ermsleben geboren. Er war später Bauherr und Mitglied des Magistrats in Aschersleben.

 

1589    -     In Ermsleben gibt es 200 Hausbesitzer.

 

1590    -     Die Herren von Hoym ließen die alte Wasserburg neben der St.-Sixtus-Kirche vollständig abtragen, und erbauten darauf das Renaissanceschloss (später Domäne).

 

1591    -     Eine Frau wird als Hexe mit Zangen zerrissen.

 

1600    -     Es entsteht die „Weiße Mühle“, eine Säge- und Ölmühle in der heutigen Bahnhofstraße 17, gegenüber dem Weißenberg. 1950 übernahm die LPG die Mühle und baute sie zu einem Lehrlingswohnheim um, und 1983 zu einem Wohnhaus.

 

1609    -     Es wird in Ermsleben das erste Bier " Broyhan " von Nicolaus Elrich gebraut. 1612 braut man auch Bier in Aschersleben.

 

1611    -     Die bis heute erhaltene Kirchenglocke für die Klosterkirche der Konradsburg wurde gegossen.

 

1618    -     Am 23. Mai bricht der 30- jährige Krieg aus. Nach ruhigen Anfangsjahren bringt er dann für Ermsleben und Umgebung große Verwüstung, Not und Tod.

-          An der Pest sterben im gleichen Jahr 800 Personen. Selbst der Pfarrer wird dahingerafft. – Ermsleben ist fast ausgestorben.

 

1623    -     Durch Ermsleben marschierten über 5000 Soldaten des Herzog Christian von Braunschweig (Verwalter des Bistums Halberstadt), und hausierten 9 Tage lang hier.

 

1627    -     Die Stadt Ermsleben wird vom letzten Bischof von Halberstadt regiert.

 

1628    -     Das Esterndorf lag an der Selke, in der Nähe der späteren Strommühle. Im 30-jährigen Krieg wurde es vollständig verwüstet. Die Einwohner erbauten daraufhin an der Stadtmauer das Niederdorf.

-          Ermsleben bestand aus Groß- und Kleinermsleben. Zu Großermsleben gehörten: Selke, Wassertor, Ellermühle, und Malzmühle Zu Kleinermsleben gehörten: das Estendorf, Finkenherd, und Mühlenstraße.

 

1629    -     Die Bäckerinnung wurde gegründet.

 

1636    -     Im März lagert Bernhard von Weimar mit seinem Schwedenheer in unserer Gegend. Die schwedische Besatzung endet erst 1643.

 

1640    -     Ein schwedischer Reiter ermordete den Bader von Ermsleben, Meister Hansen, und wurde deshalb auf dem Marktplatz von Aschersleben hingerichtet.

 

1641    -     Am 09. Mai nahmen die Kaiserlichen Truppen auf der Konradsburg 50 schwedische Soldaten gefangen, und brachten sie nach Aschersleben.

 

1642    -     Schwedische Truppen rückten in Ermsleben ein und besetzten die Konradsburg, sowie mit Eiwilligung des Burgherrn Busso von der Asseburg die Burg Falkenstein.

 

1643    -     Die schwedischen Soldaten verlassen die Burg wieder, nachdem die Kaiserlichen Truppen nahten.

 

1644    -     Ein über 3000 Reiter starkes Kaiserliches Regiment (Katholische Liga) plünderte Ermsleben und Sinsleben.

 

1645    -     Es finden letzte kriegerische Handlungen statt, aber dem Ackerbürger Jakob Blank wurden mehrere Pferde gestohlen, und der Bürgermeister wurde entführt.

 

1648    -     Durch den Westfälischen Frieden gingen Ermsleben, Sinsleben und das gesamte Bistum Halberstadt zum Kurfürstentum Brandenburg und damit letztlich an Preußen.

-          Am Ende des 30-jährigen Krieges waren das Esterndorf sowie ein Großteil des Niederdorfes zerstört. Die Strommühle blieb als einziges Wahrzeichen des Esterndorfes erhalten.

 

1665    -     Durch einen Umbau erhielt das Hospital am Falkensteiner Weg seine heutige Gestalt.

-          Am 25. Mai zerstörte ein schweres Unwetter einen der beiden Türme (sie besaß damals zwei) und das Kirchenschiff der St.-Sixtus-Kirche

-          Am 17. Juli begannen die Reparaturarbeiten an der Kirche. Anstelle eines Gewölbes erhielt das Kirchenschiff aus Geldmangel nur eine Holzdecke

 

1668    -     Bis zu diesem Jahr sind alle besitzenden Bürger zur Abgabe des Zehnt verpflichtet ( 10. Teil der Ernte ), ausgenommen sind die Freihöfe.

 

1669    -     Die älteste Erwähnung eines Wirtshauses („Zum Deutschen Haus“) und einer Schenke auf dem Lindenplatz in Sinsleben (später Pape und Kreye). 1790 neu gebaut.

 

1672    -     Der „Eckschrank“ wurde gebaut, eines der ältesten noch erhaltenen Fachwerkhäuser Ermslebens, an der Kreuzung Wassertor / Bahnhofstraße

 

1673    -     Die St.-Sixtus-Kirche bekam die mit 1260 kg schwerste Glocke. Sie hängt heute im unteren Glockenstuhl.

 

1674    -     Es wird die Akzise, eine Abgabe für eingeführte Waren, die am Stadttor zu entrichten ist, eingeführt. Ermsleben hatte zu dieser Zeit 3 Stadttore: das Ascherslebener Tor, das Conradsburger Tor und das Wassertor.

 

1680    -     Die St.-Sixtus-Kirche erhielt eine neue Eingangstür aus Eichenholz mit reichhaltigen Schnitzereien. Sie steht heute als Ausstellungsstück in der Kirche.

 

1683    -     Am 13. Juni starb mit 88 Jahren Johannes Laue. Er war 2 Jahre lang Diakon und 58 Jahre lang Pastor in Ermsleben. Sein Epitaph befindet sich in der St.-Sixtus-Kirche.

 

1685    -     Es werden gepechte Wasserrohre aus Erlenholz von der „Pastorenquelle“ im Fuchsholz (nähe Burggrund) bis ins Brauhaus ( Scheune Gottweiß ) verlegt.

-     Erst im Jahre 1856 erfolgt endlich die Verlegung von Tonrohren. Die Wasserleitung hat eine Länge von 2520 m und liefert bei einem Durchmesser von 2 ½ Zoll in 24 Stunden eine Wassermenge von 46800 Liter.

 

1686    -     Gründung der Huf- und Wagenschmiedeinnung.

 

1699    -     Am 05. Oktober verkauften die Gebrüder Vitzenhagen die Esterndorfer Mühle an den Meister Briegnitz aus Ballenstedt. Er baute die Mühle neu auf und nannte sie „Strom-Mühle“  

 

1704    -     In die St.-Sixtus-Kirche wurde erstmals eine Orgel eingebaut. 

-          Gründung des „Schützenverein Ermsleben von 1704 e.V.“

 

1710    -     Gründung der Maurerinnung, der zeitweise bis zu 131 Mitglieder in Ermsleben angehörten.

 

1712    -     Unter Hinzunahme des Vitzenhagenschen Oberhofes sind die beiden preußischen Staatsdomänen Ermsleben und Konradsburg gegründet worden, die auch die Gerichtsbarkeit innehatten.

-     Damit wurden die Konradsburg und das Stadtschloss erstmals einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt.

-          König Friedrich Wilhelm I. von Preußen kaufte den Herren von Hoym die Lehnsrechte am Hohenberg ab.

 

1714    -     Sinsleben gehört fortan zum Amt Ermsleben, wurde also von Ermsleben mitverwaltet, war aber weiterhin eigenständige Gemeinde.

-          Am 30. Mai wurde in der Sinslebener Kirche ein dort am 22. Mai gefundenes Kind auf den Namen „Martin Sinsleben“ getauft.

 

1715    -     Im März wurden vor dem Ermslebener Königlichen Amtsgericht drei Angeklagte wegen Mordes zum Tode verurteilt.

-      Zwei Verurteilte wurden vor dem Tatort, einer Gaststätte in Sinsleben, mit glühenden Zangen zerrissen und ihre Köpfe auf einen Pfahl genagelt. Die dritte Verurteilte wurde geköpft und gerädert. Dies waren die letzten Gerichtsverhandlungen in Ermsleben, die unter freiem Himmel am Gerichtsstein stattgefunden haben.

 

1716    -     In Ermsleben wurde die Brau- und Ausfuhrgenehmigung bestätigt.  

-          Am Conradsburger Tor, das aus drei Toren bestand, wurde Wegegeld erhoben.

 

1717    -     Am 21. Februar vernichtet ein großer Brand 134 Wohnhäuser und das Rathaus.

-      Der Brand beginnt in der Konradsburger Straße, geht die Siederstraße entlang bis zum Ascherslebener Tor (Selle) und geht über die Stadtmauer ins Niederdorf über, dann die Lange Straße weiter bis zum Brauhaus. Die Westseite des Marktes bleibt erhalten.

-          Nach dem Brand wurde am Markt der „Goldene Ring“ gebaut. Bis in die 60-er Jahre des 21. Jh. war er auch Hotel.

-          Im gleichen Jahr bestätigt König Friedrich I. die Ermslebener Leineweber - Innung.

 

1719    -     Am 02. April wird der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim geboren.

-      Er ist das 7. Kind des Obersteuereinnehmers Gleim. An der Universität Halle studiert er Jura. Er schreibt reimlose, anakreontische Gedichte, Fabeln und Kriegslieder. Sein Haus in Halberstadt wird für Jahrzehnte der Sammelplatz zahlreicher zeitgenössischer Dichter wie Bürger, Klopstock, Herder und vieler anderer, denen „ Vater Gleim " hilfreich zur Seite steht. 1803 stirbt der Dichter in Halberstadt.

-          Am 28. September führte König Friedrich Wilhelm I. per Edikt in Preußen (und damit auch in Ermsleben) die allgemeine Schulpflicht ein

 

1720    -     Gleims Eltern bauten auf einem brach liegenden „Graseplätze“ in der Siederstraße ein Wohnhaus. Es wurde später von Anton Ludwig Sombart erworben.

 

1721    -     Am 27. Juni wurde die „Adler-Apotheke“ in der Siederstraße 21 mit preußischem Privileg vom Apotheker Johann Friedrich Glendenberg aus Ballenstedt eingerichtet.  

 

1722    -     Ermsleben wird Garnisonsstadt. Es liegt hier eine Schwadron des Ascherslebener Reiterregiments.

 

1728    -     In der Langen Straße 36 wurde ein Fachwerkhaus errichtet, eines der ältesten heute noch erhaltenen von Ermsleben.

 

1729    -     Die St.-Sixtus-Kirche erhielt einen neuen Turm. Aus vormals zwei Türmen wurde nun ein einzelner hoher Turm gebaut.

 

1731    -     In diesem Jahr war die erste urkundliche Erwähnung des Forsthauses.

-          Der Ermslebener Magistrat bestand aus 3 Personen, die der königlichen Aufsicht und den Dominikanern zu Halberstadt unterstellt waren: Bürgermeister Wippermann, Kämmerer Rüdiger, und Ratsherr Heidermann.

-          Der Magistrat hatte zusammen mit dem königl. Obereinnehmer die Direktion des Brauwesens inne und nahm das Brunnenwächtergeld ein. Es gab 100 Feuerstätten.

 

1732    -     Es ziehen 700 Salzburger Frauen und Kinder, wegen ihres evangelischen Glaubens vertrieben, durch den Ort.

 

1735    -     Bis zu diesem Jahr war der 1676 geborene Johann Laurentius Gleim (genannt „Lorenz“) königlich-preußischer Obereinnehmer der Kreise Ermsleben und Aschersleben. Er war der Vater des Sammlers und Dichters J.W.L. Gleim.

 

1738    -     In diesem Jahr erfolgte die Gründung der Tuchmacherinnung.

-          Am 28. November wurde Friedrich Eberhard Siegmund Günther von Goeckingk in Ermsleben geboren. Er war königlich-preußischer General der Kavallerie, und wurde von Friedrich dem Großen in den Adelsstand erhoben.

 

1739    -     Von Oktober bis Ende Mai 1740 war ein sehr strenger Winter. Es wurden mehrere Todesfälle durch Erfrieren verzeichnet.

 

1744    -     Friedrich der Große unterzeichnete die Gründungsurkunde von Neuplatendorf.

-          Auch in Ermsleben wurde das 1742 von Friedrich II. erlassene Edikt zur Pflanzung   von Maulbeerbäumen zur Seidenraupenzucht umgesetzt.

 

1746    -     Der Schulmeister „Koppe“ war der erste namentlich überlieferte Lehrer Sinslebens.

-          Friedrich der Große erlies den ersten „Kartoffelbefehl“, das heißt er ließ in den preußischen Provinzen Kartoffeln anbauen, und machte damit diese Pflanze in unserer Gegend bekannt.

 

1748    -      Friedrich der Große wird Schützenkönig von Ermsleben (ein Schützenbruder schießt stellvertretend). Als Dank schenkt er der Schützen-Corperation einen silbernen Becher und später ein Ölgemälde.

 

1749    -     Die Dreiflügelwirtschaftsanlage am Hohenberg „Zum Königlichen Forsthaus“ und der Forst ringsum wurde zu Ehren des preußischen Königs in „Forstrevier Friedrichshohenberg“ umbenannt.

 

1750    -     In der Mitte dieses Jahres wurde die Nikolaus-Mühle von der Familie Schuster in der Mühlenstraße 18 erbaut.

-          Im 18. Jh. wurde das Ermslebener Stadtschloss grundlegend umgebaut

 

1752    -     Am 03. Oktober vermachte das Ehepaar Knippendorf der Kirche 200 Taler zum Bau eines neuen Altars. Dieser wurde am 17.06.1754 von Friedrich dem Großen genehmigt und 1755 vom Halberstädter Bildhauer Bartholdi fertig gestellt.

 

1757    -     Es wird eine Giebelsteuer für größere Häuser eingeführt.

 

1758    -     Vermutlich in diesem Jahr kam der Sperlingshof in Sinsleben in den Besitz der Familie Sperling. Einen sicheren Beleg gibt es dafür jedoch nicht.

-          Der König eine führt Kriegssteuer ein.

 

1760    -     In Sinsleben wurde die Schule neu gebaut.

 

1761    -     Es wird eine Flanellweberei eröffnet, weil der Bedarf an Uniformstoffen anstieg.

 

1762    -     Ende Juni brach wegen des Siebenjährigen Krieges eine große Teuerung der Lebensmittel aus, die bis zum Herbst anhielt.

-          In Ermsleben gab es in diesem Jahr ca. 150 Häuser mit 157 Steuerzahlern und 24 Steuerbefreiten. Es gab 59 Handwerker.

-          Im Niederdorf wohnten 133 Steuerzahler und 9 Steuerbefreite. Es gab 28 Handwerker.

-          Am 29. Oktober wurde Friedrich Wilhelm Schmidt aus Frose der Apotheker in Ermsleben.

 

1763    -     Das Bürgerbuch wurde eingeführt, bis 1831.

-          Am 02. Juli wurde die Apotheke an Christian Eberhardt Feuerbaum verkauft, der sie fortan leitete.

-          Es müssen alle Bürger, die das Bürgerrecht beantragen, einen Ledereimer zur eventuellen Brandbekämpfung vorweisen.

 

1765    -     Es wurden 1000 Maulbeerbäume in Ermsleben zum Zwecke der Seidenraupenzucht angepflanzt. Die Zucht blieb aber erfolglos und wurde 1802 beendet.  

-          Es wird ein Grabmal für den Obersteuereinnehmer Gleim von den letzten lebenden Söhnen errichtet und eine Erinnerungsschrift im Torbogen im Gleim - Haus in der Siederstraße angebracht.

 

1768    -     Baubeginn des heute noch existierenden Fachwerkhauses in der Langen Straße 49.

 

1769    -     Am 02. Januar übernahm Christian Andreas Wahlmann aus Quedlinburg die Apotheke in Ermsleben.  

 

1771    -     Gründung einer Flanellfabrik mit 10 Webstühlen. 4 Weber und mehrere Frauen waren dort beschäftigt.

-          Es gab infolge großer Nässe wieder schlechte Ernten. Tiefergelegene Felder konnten von 1770 bis 1772 nicht bestellt werden.

 

1772    -     Ermsleben hatte 1330 Einwohner.

 

1773    -     Das heute existierende Rathaus wurde nach 20 Jahren Ruinen-Dasein bis 1777 neu erbaut.

-          Jeder Ermslebener Bürger, der innerhalb der Stadtmauern wohnte musste einen ledernen Spritzeneimer zum Zwecke der Brandverhütung besitzen. Einwohner in der Neustadt und im Niederdorf waren von dieser Pflicht befreit.

-          Gründung der Ermslebener Dachdeckerinnung.

 

1779    -     Zum Andenken an ihre Eltern ließen die 5 jüngsten Söhne des Ehepaares Gleim den Hochaltar in der St.-Sixtus-Kirche bemalen.  

 

1781    -     Im Ratskeller des Rathauses wurde ein Schankraum eingerichtet. Inhaber war Herr Schmalle.

 

1785    -     Am 23. Mai wurde der Hauptmann Hyazinthe de Moisy vom Bistum Halberstadt mit einem Rittergut in Ermsleben belehnt. Es handelt sich um das Gut in der Prälatenstraße (Siederstraße 34), später nach dem Pächter Erich Braune „das braunsche Haus“ genannt.

 

1788    -     Die Lade der Maurerinnung aus dieser Zeit ist noch erhalten.

 

1790    -     Der Magistrat der Stadt überließ eine vor dem Ascherslebener Tor gelegene Maulbeerplantage mit 62 Bäumen und 3500 m² Land einem Bürger.

-          Im Erdgeschoss, unter der Treppe befand sich eine Spritzenremise, also ein Feuerwehr-Geräteschuppen.

-          Das Holz für die Beheizung des Rathauses kam von 4 Weidenforsten, einer trägt noch heute den Namen „Ratsweiden“

 

1797    -     Gründung der Lederfabrik in der Weberstraße 5. 1945 Stilllegung der Fabrik, dann Behindertenwerkstatt, dann bis zum Brand 1969 Wäscherei.

-          In Ermsleben gibt es 62 Brunnen.

 

1798    -     Gründung der Ermslebener Fleischerinnung.

-          Ermsleben hat 1487 Einwohner und 46 Militärpersonen mit Familien.

-          Im Ort gibt es 297 Häuser mit Ziegeldächern, 27 mit Strohdächern und 125 Scheunen. Die Ziegel stammen aus der Ermslebener Ziegelei.

-          Im gleichen Jahr verkonsumieren die Bürger 1473 Tonnen Bier und 1680 Quart Branntwein. ( 1 Quart = 0,55 hl = rund 115 Liter )

 

1800    -     In Ermsleben trugen nur zwei Straßen einen Namen: die Siederstraße bis zum Konradsburger Tor, und die Lange Straße bis zum Ascherslebener Tor.

-          Alle anderen Wege waren kleine Gassen, die aber ebenfalls gepflastert waren.

-          In Ermsleben gab es 34 Leineweber und Drellmacher, und 114 weitere Handwerker.

-          In Ermsleben gab es 139 Pferde,21 Ochsen, 296 Kühe, 110 Jungvieh, 51 Kälber, 779 Hammel, 932 Schafe, 584 Lämmer, 516 Schweine u. viele Ziegen

-          Es gab 9 Innungen: Bäcker, Fleischer, Schmiede, Tuchmacher, Schuster, Maurer, Zimmerer, Leineweber und Schneider.

 

1805    -     Ermsleben und Sinsleben regulierten den Selkelauf durch den Bau eines Kanals, um die 9 Mühlen in beiden Orten mit Wasser zu versorgen.  

 

1806    -     Bis zu diesem Jahr genossen die Eigentümer der Domäne einige Privilegien, z.B. die Grundsteuer- und Akzisenbefreiung.

 

1807    -     Ein "Chirurgus" namens Schrader aus Oschersleben ließ sich in Ermsleben nieder.

-          Im gleichen Jahr kommt mit dem Friedensvertrag von Tilsit Ermsleben zum Königreich Westfalen, dem es bis 1813 angehört.

-          Nach Aufhebung der Brauberechtigung wurde die Malzmühle vom Besitzer der Strommühle Franz Friedrich Erbrecht gekauft

 

1808    -     Die Vorstädte Weberstraße, Unterdorf und Neustadt wurden eingemeindet.

 

1810    -      Ermsleben hat kein Postamt. Die zuständige Poststelle ist in Harkerode.

-          In Ermsleben gibt es 3 Windebrunnen und 3 Anschlüsse an die Wasserleitung.

-          In der Nacht vom 29. Zum 30. September zerstörte eine große Feuersbrunst 6 Häuser. Der Wind begünstigt die Ausbreitung des Feuers. Aber auch andere Umstände tragen dazu bei, dass der Brand nicht gelöscht werden kann. Das ist zum einen der Wassermangel außerdem ist nur eine Spritze vorhanden. Obwohl die Feuerordnung befiehlt, dass jeder Hausbesitzer nachts 2 Eimer Wasser im Haus haben muss, richtet sich keiner danach.

 

1811    -     In diesem Jahr gibt es in Ermsleben: 286 Kühe, 2817 Schafe, 89 Schweine und 112 Pferde.

 

1812    -     Am 11. März siedeln die ersten jüdischen Familien an. Sie betreiben eine Manufaktur, sowie Getreide- und Wollhandel.

-          In Ermsleben gibt es 108 Handwerker und Gewerbetreibende

 

1813    -     In Ermsleben liegt eine französische Eskadron. Die Bürger der Stadt müssen für Mann und Pferd sorgen. Die Eskadron wird im Oktober in der Völkerschlacht bei Leipzig geschlagen.
 

-          Im gleichen Jahr müssen aus dem Archiv der Stadt sämtliche Akten und Dokumente auf Befehl der Regierung an die Präfektur Halberstadt gegeben werden. Diese verkauft sie merkwürdigerweise an den Meistbietenden. Bei Nachforschungen 1835 werden den Regierungen Magdeburg und Merseburg mitgeteilt, daß keine Unterlagen vorhanden sind.

 

1814    -     Am 17. Mai wird Wilhelm Gottlieb Hanckel geboren. Sein Vater ist an der hiesigen Schule Lehrer und Kantor.

-      W.G. Hanckel ist als Lehrer an den Frankeschen Stiftungen in Halle und als Professor der Physik an der Universität in Leipzig tätig. Er stirbt am 17.02.1899 in Leipzig.

 

1815    -     Jüdische Kaufleute zogen nach Ermsleben und eröffneten hier Handelsgewerbe.

-          Die Franzosen gaben die Verwaltung Ermslebens auf.

-          Zwischen Ermsleben und dem ehemaligen Niederdorf entbrannte der so genannte „Pflaumenkrieg“. Das Niederdorf unterlag und blieb eingemeindet.

-          Der Ermslebener Bürgermeister Böttcher wurde verpflichtet, die Toraufsichten zu verdoppeln und die An- und Abmeldung von Fremden einzuführen. Die Torschreiberhäuser waren königliche Häuser.

 

1816    -     Es stirbt der Bürgermeister Böttcher, der für Ermsleben viel getan hatte und sehr beliebt war.

-          Am 01. Oktober wurde der Mansfelder Gebirgskreis gegründet. Nach dem Wiener Kongress wurde Preußen neu gegliedert und die preußische Provinz Sachsen gegründet. Der Mansfelder Gebirgskreis im Regierungsbezirk Merseburg gehört zur neuen Provinz Sachsen.

 

1818    -     Der Kirchturm der St.-Sixtus-Kirche bekommt seine jetzige Spitze mit der Wetterfahne

-          Ermsleben hat 2 Nachtwächter, die mit je 20 Reichstalern entlohnt wurden.

-          Ermsleben hat 1880 Einwohner, 86 Gewerbetreibende, 1 Apotheke, 1 Branntweinbrennerei, 1 Kalkbrennerei, 3 Brauereien und 2 Ziegeleien.

 

1819    -     Am 01. November wurde in Ermsleben Carl Albert Dauthendey geboren. Er gilt als der erste professionelle Fotograf in Deutschland „Pionier der Fotografie“.

 

1820    -     Die Sinslebener St.-Andreas-Kirche wurde im neugotischen Stil umbebaut. Sie erhielt auch einen neuen Hochaltar im klassizistischen Stil.

-          Der Bauer Trolldenier vom Ackerhof im Itschkental (~Fr. Ebert-Str. 5) spendete eine größere Summe Geld für den Bau der Sinslebener Orgel

-          Am 25. August bekam Ermsleben erstmals Ortsschilder.

 

1822    -     Es werden zwei Knaben beim Freischießen gefährlich verletzt. Daraufhin wird der Schützenplatz verlegt.

-          Im gleichen Jahr wird die Wasserleitung privatisiert.

 

1826    -     Auf Anweisung des Bürgermeisters Hartrott wurden die 3 Stadttore abgerissen, und aus ihren Steinen der Kanal vom Markt bis zur Selke gebaut. Das Wappen aus dem Konradsburger Tor ist noch heute über dem Eingang (Torbogen) der Burg "Falkenstein" zu sehen.

-          Neben der Domäne gab es 6 weiterte Gutshöfe: Hauptmann de Moisy 576 Morgen Land, Friedrich Hartrott 373 Morgen Land, Christian Wendenburg 289 Morgen Land, Wilhelm Schumann 246 Morgen Land, Ernst Schliephake 135 Morgen Land, Heinrich Schliephake 127 Morgen Land.

-          Daniel König und seine Ehefrau stifteten eine hölzerne Taufe in Vasenform, sie wird heute noch benutzt.

-          Rudolph Keferstein wird in der Papiermühle in Sinsleben geboren. Er erfindet mit Alexander Mitscherlich, einem Chemie- Professor aus Berlin, das erste Buntpapier. Die Erfindung wird erstmals in der Papierfabrik in Sinsleben vorgestellt, und geht um die ganze Welt. Keferstein wird am 12.6.1906 auf dem Friedhof in Sinsleben beigesetzt.

 

1831    -     Die Bewohner des ehemaligen Niederdorfes bekamen das Bürgerrecht Ermslebens verliehen. Dies betraf 184 Personen.

-          Es gab in Ermsleben 3 Rittergüter: das Steinkopfsche Rittergut (Siederstr.34), das Schliephackesche adelige Gut (Siederstr.28), und das Hartrottsche Allodialgut.

 

1832    -     In Ermsleben brechen die Menschenpocken aus. Es werden schwarze Tafeln an den Häusern angebracht mit der Aufschrift: „Hier sind die Menschenpocken.".

 

1834    -     Der Amtsrat Johann Christian Degener (aus Braunschweig) erwarb das Anwesen rund um das Forsthaus sowie die umliegenden Flächen. Später gründete er auch den Ort Degenershausen.

 

1836    -     Am 01. November gab es in Ermsleben 478 Haushalte und 2892 Einwohner.

 

1838    -     Baubeginn der Hundert-Morgen-Mühle durch Ehrenfried Schuster als Graupen- und Griesmühle. Später erwarb W. Keferstein die Mühle.

 

1840    -     Ermsleben zählte rund 2300 Einwohner.

-          Am 2. Oktober wird der Turmkopf vom Rathaus abgenommen.

 

1842    -     Die regelmäßige Landpost wird eingerichtet.

-          Im selben Jahr wird durch Abbruch der Stadtmauer die Bahnhofstraße angelegt sowie die Brücke über die Selke gebaut.

-          Die Chaussee wird von Güsten bis nach Ballenstedt gebaut und erneuert.

-          Die Hauptstraße des Niederdorfs wurde bis zur Ulme gepflastert, und der alte Dorfanger des Niederdorfs wurde durch die neue Straße zerstört.

 

1844    -     Der Magistrat von Ermsleben verbot (bis 1854) das Rauchen auf der Straße.

 

1845    -     In der Walkmühle wird eine Gaststätte eingerichtet.

-          Am 18. Mai wird die Gründungsurkunde der Gesangsvereine "Harmonie" und "Liedertafel" unterschrieben.

-          Die Familie Keferstein betrieb (bis 1926) eine Papierfabrik in Sinsleben. Dazu gehörte auch ein Kalkwerk, das die erforderlichen Zusätze lieferte.

 

1846    -     Baubeginn des Schulgebäudes in der Siederstraße 37

 

1847    -     Bis 1847 befindet sich die Poststation der Reiterpost Leipzig – Hamburg auf dem Markt.

-          In Sinsleben verhandelt letztmalig ein Dorfrichter in einem Prozess. Danach war das Ermslebener Amtsgericht für Sinsleben zuständig.

 

1848    -     Domänenpächter Oberamtmann Rabe kauft von der Schützenkompanie für 500 Reichsthaler den Schützenplatz (heute Möto) für den Bau einer Zuckerfabrik. Ein neuer Schützenplatz wird an der Meisdorfer Straße angelegt.

-          Im Revolutionsjahr wird die Bürgerwehr gegründet, der jeder gesunde Einwohner von 16 – 60 Jahre beitreten muss. Die Waffen sind Pirschflinten und Spieße. Die Führer tragen Degen und Säbel. Man einigt sich auf eine Uniform. Es gibt 4 Kompanien von 130, 131, 93 und 83 Mann. Oberst und Kommandeur ist Bürgermeister Sombart.

-          In Ermsleben gab es 2 Ziegeleien: die Vieweg’sche (später Kötter’sche) Ziegelei und die kleinere Ziegelei auf dem Friedrichshohenberg von Amtsrat Degener.

 

1849    -     In diesem Jahr wird über die Furt am Wassertor die Selke-Brücke gebaut.

-          Ermsleben ein eigenes Gericht, zu dem die Orte Sinsleben, Meisdorf, Pansfelde, Wieserode, Molmerswende, Dankerode und Degenershausen gehören.

 

1850    -     Bis 1850 wurde in Sinsleben hauptsächlich Flachs angebaut.

-          Seit diesem Jahr waren die Quarzsand- und Lehmgruben ein wichtiger Lieferant für große Betriebe.

-          Am 14. Mai schlossen der Bürgermeister Sombart und die Rittergutbesitzer Ehlers, Seeliger, Wendenburg und Schumann einen Societätsvertrag zur Gründung einer Zuckerfabrik für Rübenzucker. Der Bauplatz war der Obstgarten des Kaufmann Maaß (heute Mühlenstraße)

-          Am 02. November erwarb Wilhelm Münchhoff die Concession zur Leitung der Ermslebener Apotheke.

-          Familie Wendenburg besaß ein Rittergut („Wendenburghof“) zwischen Siederstraße und Neustadt gelegen. Sie vergrößerte den Grundbesitz von 289 Morgen in rund 100 Jahren durch Ankauf auf 3790 Morgen Land. Das Herrenhaus in der Siederstraße 22 ist heute Haus der Kultur.

 

1851    -     Am 15. Oktober wurde Sombarts Zuckerfabrik in Betrieb genommen.

-          In beiden Zuckerfabriken (Rabe und Sombart) wurde auch Spiritus gebrannt, weshalb der Kartoffelanbau notwendig wurde.

 

1852    -     Während einer Scharlachepidemie starben 65 Kinder in Ermsleben.

-          Der Bürgermeister von Ermsleben Anton Ludwig Sombart schafft das Schulgeld ab und führt das Dezimalsystem in den Ermslebener Schulen ein.

-          Die Rübenernte fiel reichhaltig aus, es wurde ein Ertrag von rund 7 Tonnen Zuckerrüben pro Morgen Land erwirtschaftet.

 

1853    -     Am 30. Mai führt Bürgermeister Gustav Reißner eine Stadtordnung ei.

-          In Ermsleben gibt es rund 2700 Einwohner.

 

1855    -     In die St.-Sixtus-Kirche wurde eine neue Orgel eingebaut.

 

1856    -     In Ermsleben wurden Wasserleitungen aus Ton mit einer Länge von rund 2500 Metern verlegt und ersetzten die alten Holzrohre.

-          Am 14. Juni wurde der Landwirt Gustav Wilhelm Sperling in Sinsleben geboren. Der Hof seiner Eltern umfasste ca. 140 Morgen Land und war der größte Hof in Sinsleben. Sein Sohn Ernst züchtete später den Sinslebener Hafer und die Sinslebener Pferdebohne.

 

1859    -     Gründung der Leineweber-Gesellschaft " Concordia".

-          Es gibt 46 Leinweber und 3 Tuchmacher im Ort.

 

1860    -     Die Sinslebener Schule auf dem Lindenplatz besuchen 102 Kinder in 2 Klassen, eine vormittags und die andere nachmittags.

 

1861    -     Laut einer Volkszählung lebten 2933 Einwohner in Ermsleben.

-          Es gab 381 Wohngebäude, 12 Fabriken und Mühlen, 2 Ziegeleien sowie 893 Ställe, Scheunen und Schuppen.

 

1862    -     Am 18. Januar erwarb Magnus Reinhold Steinbrück die Concession zur Leitung der Apotheke in Ermsleben.  

 

1863    -     Gründung eines Männergesangvereines.

-          Am 19. Januar wurde Werner Sombart, (der später als Professor an der Handelsschule in Breslau und an der Universität Berlin bedeutendes leistet) geboren. Sein Vater war der Bürgermeister, Rittergutbesitzer und Reichstagsabgeordnete Anton Ludwig Sombart

-          Es wird der 1. Hausanschluss der Wasserleitung gelegt, für den Bäckermeister David Westphal in der Konradsburger Straße.

 

1864    -     Die städtischen Windebrunnen erhalten hölzerne Pumpenrohre.

 

1866    -     Es bricht eine Pockenepidemie aus, woran mehrere Einwohner sterben.

 

1867    -     Gründung eines Kriegervereins.

-          Ermslebens Bürgermeister war zugleich Amtsvorsteher des Amtsbezirkes Sinsleben.

 

1868    -     Am 01. Oktober wird die durch Ermsleben führende Eisenbahnlinie Frose – Ballenstedt / Stadt (Ost) eröffnet.

-          Es begann die Bebauung des Gebietes rund um den Ermslebener Bahnhof.

 

1870    -      Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ermsleben mit anfangs 53 Mitgliedern.

-          Es zerberstet die große Kirchenglocke von Sinsleben, diese wird anschließend in Apolda umgegossen.

 

1872    -     1871 bis 1872 nehmen die Bürger am Krieg gegen Frankreich teil.

-          Am 01. September wurde ein Denkmal im Resenberg, gestiftet von Bürgermeister Sombart zu Ehren der gefallenen Soldaten, eingeweiht.

-          Bau einer Malzfabrik (später „Union Berlin“) in der Langen Straße 7 (Krelle).

-          Ein Brand zerstörte die Papierfabrik Keferstein.

-          Aus dieser Zeit wird ein „Grundloser Brunnen“ in der Fr.-Ebert-Straße erwähnt, der auf dem Grundstück der Fam. Pradelt entspringt. Er friert nie zu. Die Quelle existiert noch heute, fließt in den Mühlgraben und dann in die Selke.

-          In Ermsleben wurde die erste Volksschule eingerichtet.

 

1873    -     An 5 verschiedenen Stellen in Ermsleben wurden Urnen in großer Zahl gefunden, sowie ein gut erhaltenes Bronzeschwert.

 

1874    -     Am 03. Januar wurde Carl Delius in Ermsleben geboren. Er war später Gründungsmitglied der Deutschen Demokratischen Partei und später der LDP (LDPD), und bis 1924 Reichstagsabgeordneter.

-          Am 01. Oktober tritt ein neues Personenstandsgesetz in Kraft. Dies führte zur Neugründung von Standesämtern in Sinsleben und Ermsleben

 

1875    -     Bau des Schützenhauses mit Tanzsaal gegenüber vom Bahnhof, geleitet vom Maurermeister Gottfried Seidler.

 

1876    -     Der Blitz schlägt in den Schornstein der Papierfabrik ein. Das Ergebnis nimmt man 1882 zum Anlass, einen Blitzableiter an den Kirchturm (St.-Sixtus) anzubringen. Dabei werden die Dokumente aus der Turmkuppel entnommen und ausgewertet.

 

1877    -     Die Stadtsparkasse wird in Ermsleben eröffnet. Aus den Gewinnen werden Verschönerungen im Ort vorgenommen, die Bahnhofstraße zum Teil gepflastert, Gehwege angelegt und die Mauer am Harteberg gebaut

 

1878    -     Am 24. Juni erwarb August Heinrich Julius Schönhell aus Haßenhausen erwarb die Concession zur Leitung der Apotheke in Ermsleben.

-          Am 01. Oktober erfolgte die Gründung des „Allgemeinen Anzeigers“, gedruckt von der Druckerei Bastian in der Weberstraße.

-          In der Druckerei Bastian in der Weberstraße befand sich eine „Frühstücksstube“, Gastwirt war Herr Voigt.

-          Die beiden Zuckerfabriken von Rabe und Wendenburg vereinigten sich zur Firma „Rabe, Wendenburg & Co.“ Der gemeinsame Betrieb wurde in die Rabe-Fabrik in der Bahnhofstraße (heute Möto) verlegt.  

 

1879    -     Das Rathaus wird umgebaut, der bis dahin bestehenden Tanzsaal geht dabei verloren.

-          Zu dieser Zeit war Gustav Reißner Bürgermeister. Er starb 1891, und sein von der Stadt in Auftrag gegebener Grabstein existiert noch heute.

 

1880    -     Das Gebiet von der Bahnhofstraße bis zum Schmirgelwerk wurde ausgebaut.

-          Es erfolgte eine Erarbeitung einer Polizei - und Feuerordnung.

-          Privatleute bauten das spätere „Hotel Stadt Berlin“ in der Bahnhofstraße und eröffneten ein Hotelrestaurant. Das Hotel besaß eine Kegelbahn und ein Gartenrestaurant mit Büste des Dichters Gleim.

-          In der Bahnhofstraße wurden beiderseits Lindenbäume gepflanzt

 

1882    -     Wegen mehrerer Missernten wurde der Flachsanbau in Ermsleben und Sinsleben eingestellt und vermehrt Zuckerrüben angebaut.

-          In Ermsleben gab es folgende Vereine: Schützengesellschaft, Gesangverein „Liedertafel“, Gesangverein „Arion“, Alter Bürger-Verein, Neuer Bürger-Verein, und Krieger-Verein.

-          In Ermsleben waren 14 Versicherungsgesellschaften tätig.

 

1883    -     Am 10. November wurde die „Lutherlinde“ rechts von der Rathaustreppe aus Anlass des 400. Geburtstages von Martin Luther gepflanzt.

-          Links neben der Rathaustreppe wurde später ebenfalls eine Linde gepflanzt, die man „Gerichtslinde“ nannte, weil sich das Amtsgericht im Rathaus befand.

-          In diesem Jahr erfolgte die erstmalige Pflasterung der Bahnhofstraße.

 

1884    -     Frau Enke wurde als Hebamme eingestellt. Ihre Praxis war auf dem Sixtus-Kirchhof.

-          Ermsleben hatte rund 2800 Einwohner.  

 

1885    -     Gründung des Gesangvereins „Harmonie“

 

1886    -     Auf dem Gelände hinter der Ellermühle (Kipping) wurde das erste öffentliche Freibad für Ermsleben eingerichtet.

 

1888    -     Am 12. November wurde Rudolf Albert aus Köthen Inhaber der Apotheke in Ermsleben.  

 

1889    -     In der Sinslebener Schule unterrichtete Ernst Reinhardt.

 

1890    -     Der Magistrat ließ ein Feuerwehr-Gerätehaus auf dem Sixtus-Kirchhof bauen. Zuvor stand die Spritze seit 1790 unter der Rathaustreppe.

 

1892    -     Die seit 1856 vorhandene Wasserleitung wurde für 5000,- RM in eine Druckleitung umgebaut. Es gab 30 private Hausanschlüsse.

 

1893    -     Gründung des Radfahrvereins im Hotel „Stadt Berlin“ Bahnhofstr. 3

-          Es beginnen Straßenpflasterungen über mehrere Jahre hin. In diesem Jahr wurden die Bahnhofstraße und die Mühlenstraße erstmalig gepflastert.

 

1894    -     In Ermsleben wurde ein Eichamt eingerichtet

-          Am 17. Februar löste der Ökonomierat Gustav Sperling seinen Vorgänger Krause im Amt des Dorfschulzen ab. Er amtierte bis 18.02.1906.

-          Am 01. April wurde Ernst Paul Kleinschmidt neuer Inhaber der Apotheke.

 

1895    -     Das Kaiserliche Postamt wird in der Bahnhofstraße durch Meister Hadrian erbaut.

-          Im selben Jahr gründete Carl Schütze eine Samenzucht in Sinsleben. Seine Tochter führte mit ihrem Ehemann (Seeger) die Gärtnerei weiter.

 

1896    -     Otto Pradelt gründete eine Gärtnerei in Sinsleben in der Fr.-Ebert-Str.

-          Es wird eine Kleinkinderbewahranstalt gegründet und eine Gemeindeschwester angestellt.

-          Am 01. September wurde Fritz Müller aus Stettin neuer Inhaber der Apotheke.

-          Die Zuckerfabrik von Rabe, Wendenburg & Co. In der Bahnhofstraße stellte ihren Betrieb ein.

 

1897    -     Die Mauer am Harteberg wurde angelegt. Die Kosten von 480 RM wurden aus den Gewinnen der Ermslebener Sparkasse beglichen.

 

1898    -     Der Fußweg der Bahnhofstraße wurde in Mosaikpflasterung erstellt.

-          Am 01. Oktober wurde Justus Heinze neuer Inhaber der Apotheke.  

 

1900    -     Übernahme der privaten Grabkapelle der Fam. Wendenburg als Geschenk an die Stadt.

-          Ein Ölgemälde, das ein Porträt des Oberpredigers Johann Laue zeigt und über 200 Jahre lang in der St.-Sixtus-Kirche hing wurde vermutlich an Erben in Magdeburg gegeben.

-          Im Hof des Hotels „Stadt Berlin“ befand sich eine Steinbüste des Dichters J.W.L.Gleim. Seit 1933 ist sie verschwunden.

-          Es entstehen die ersten Wohnhäuser in der Fabrikstraße (heute Gleimstraße)

 

1901    -     Die Lindenstraße, die Weberstraße und die Halberstädter Straße wurden gepflastert.

-          Der Sinslebener Carl Drache erfand eine Rübenkerndreschmaschiene, die den Ertrag wesentlich erhöhte.

-          Am 02. Mai fand man bei Bauarbeiten in der St.-Sixtus-Kirche ein unterirdisches Gewölbe mit mehreren Metallsärgen von 1616.

-          Die Papiermühle des Friedrich Wilhelm Keferstein lief erfolgreich. Er beschäftigte bis zu 70 Arbeiter. Sein Sohn entwickelte mit dem Berliner Chemiker Alexander Mitscherlich ein Verfahren für Buntpapier.

 

1902    -     Am 01. April fand die feierliche Einweihung des Denkmals „Nagelstein“ vor der Domäne als „Bismarck-Stein“

 

1903    -     Bau der Schule neben der Sinslebener Kirche.  

-          Der Arbeiterbildungsverein wurde in Ermsleben gegründet. Es gibt eine Leihbibliothek, es werden Gesang, Turnen und Vorträge geboten.

-          Die Wasserleitungen aus Ton wurden durch eiserne Röhren ersetzt, und wegen Wassermangels wurden zwei weitere Quellen hinzugenommen.

-          Die Chausseen nach Aschersleben und Welbsleben werden fertiggestellt.

 

1904    -     In Ermsleben werden jährlich 4 Schweinemärkte abgehalten.

-          Am 17. Juli stiftete der König zum 200 – jährigen Schützenjubiläum eine neue Fahne.

 

1905    -     Eine Volkszählung ergab, dass Ermsleben 2935 Einwohner hat.

-          In der Meisdorfer Straße wurde vom Unternehmer Winkert-Metz auf eigene Rechnung für 125.000 RM eine Gasanlage gebaut.

 

1906    -     Die neue Gasanstalt in der Meisdorfer Straße wurde eröffnet.

-          In der Langen Straße wurde ein Geschäft für Gasuhren und Zubehör eröffnet.

-          Am 19. Februar wurde der Kürschnermeister Albert Helmholz der Dorfschulze in Sinsleben.

-          In Ermsleben gab es den Gesellengesangverein „Concordia“.

-          In Ermsleben existierten 6 Textilgeschäfte, 10 Gaststätten (davon 2 Hotels), sowie 2 Druckereien.

-          In der Weberstraße befand sich eine Musikkapelle sowie das Café „Hohenzollern“ von H. Kranich. 

 

1907    -     Der Markt in Ermsleben wurde kanalisiert und anschließend gepflastert.

-          Der Marktbrunnen wurde abgebaut.

-          Auf Grund der mittlerweile 150 aktiven Mitglieder wurde die Pflichtfeuerwehr abgeschafft.

-          Es finden erste Filmvorführungen im Lichtspielhaus in der Langen Straße 57 statt. Das Kino hatte 199 Sitzplätze und eine Bühne vor der Leinwand.

-          Am 27. November wurde Richard Boette von Kaiser Wilhelm II. zum Amtsgerichtsrat ernannt.

 

1908    -     Der Harteberg und die Conradsburger Straße wurden gepflastert.

-          Die Conradsburger Straße wurde dabei auch ausgebaut und kanalisiert.

-          Die Selle-Brücke in der Ascherslebener Straße wurde fertiggestellt.

-          In der Weberstraße wurde die Selke-Brücke gebaut. Sie ersetzte die Furt zwischen Ermsleben und Sinsleben.

-          Der „Hundesportverein Konradsburg zu Ermsleben e.V.“ wurde gegründet.

-          Erstmalige Pflasterung des „Platzes“ (heute Stresemannplatz)

-          Am 16. August war die Gründung des Kaninchenzuchtvereins.

 

1909    -     Ermsleben hatte 2935 Einwohner und 465 Häuser

-          Es gab 4 Mühlen: Malzmühle (Franz Erbrecht), Strommühle (Christian Haedecke), Nikolausmühle (W. Sporleder), und Ellermühle (C. Schütze)

-          In den Sellebach und in die Hasenseichte wurden halbe Röhren verlegt, um das Wasser zu kanalisieren.

-          Die öffentlichen Wasserleitungen kamen unter staatliche Aufsicht.

 

1910    -     In Ermsleben wurde das Wasser- und Abwassernetz neu verlegt.

-          Die Brücke in der Ascherslebener Straße über den Sellebach (bei Hampe und Walze) wurde fertig gestellt.

-          Die Bergstraße wurde erstmals gepflastert.

-          Das Wassertor wurde gepflastert.

-          Die Welbslebener Straße erhielt Trottoirplatten.

-          In der Ascherslebener Straße wurde erstmals ein Bürgersteig von der Selle bis zur Bäckergasse angelegt.

-          Der Turmkopf des Rathauses wurde abgenommen und durch einen neuen ersetzt. Die darin enthaltenen Schriftstücke kamen ins Archiv.

 

1911    -     Am 15. März wurde der Kaufmann Oskar Putzmann zum Bürgermeister ernannt.  

-          Die St.-Sixtus-Kirche bekam eine neue (bis heute erhaltene) Holzkanzel, die vom Pächter des Rittergutes, Erich Braune, gestiftet und vom Tischlermeister Otto Delius unter Mithilfe des Meisters Rode gefertigt worden ist.

-          Sinsleben bekommt elektrisches Licht, sowohl für Privathaushalte als auch für die Straßenbeleuchtung.

-          Es gibt geringe Ernteerträge aufgrund von langanhaltender Trockenheit.

 

1912    -     Am 23. November wird das Zeppelin – Luftschiff  "Hansa" über Ermsleben gesehen.

-          Die Papierfabrik Keferstein wurde von der Papierfabrik Großsärchen als Filiale übernommen. Diese stellte Lederpappe her.

 

1913    -     Installation der ersten elektrischen Beleuchtung in der St.-Sixtus-Kirche.

-          Die Sinslebener Schule bekam für 2 Jahre eine 2. Lehrerstelle.

-          Der Etat der Ermslebener Armenkasse belief sich auf 4.300 Mark.

-          Am 02. September wurde mit einer großen Feier das Sedansfest begangen.

-          Der gebürtig aus Welbsleben stammende Willy Hoch eröffnete in der Ascherslebener Straße die Gaststätte „Zum Kronprinz“ Seine Tochter Anneliese übernahm mit ihrem Ehemann Kurt Quaas 1946 das Lokal und nannten es „Gaststätte zur Ulme“. Bis 1983 war es nur noch Eisdiele.

 

1914    -     Gründung des Gesangverein „Frohsinn“ und des Militärverein in Sinsleben.

-          Gründung des Geselligkeitsvereins „Freundschaft“ und der Freiwilligen Feuerwehr in Sinsleben.

-          Am 22. Juni ließ die Schützengesellschaft in Sinsleben anstelle eines Tanzzeltes das Vereins- und Schützenhaus auf dem Anger bauen.

-          Am 28. Juli bricht der I. Weltkrieg aus. 124 Männer aus Ermsleben verlieren ihr Leben, 4 sterben an den Folgen der Kriegsverletzungen. In Sinsleben sterben 14 Männer im Krieg. Zu Ehren der Opfer werden in Ermsleben an der Post und in Sinsleben am Harteberg Kriegerdenkmale errichtet.

-          Nach Ausbruch des Krieges wurde, wie vielerorts, auch in Ermsleben ein Lazarett eingerichtet. Es befand sich im großen Saal des Hotels „Stadt Berlin“

-          Zum Zwecke der Munitions- und Waffenherstellung mussten sämtliche Metallgefäße abgegeben werden. So schmolz man dabei auch die beiden bronzenen Kirchenglocken von Ermsleben und Sinsleben ein.

-          Am 12. November beschloss der Ermslebener Magistrat eine Verpflegungsvorschrift für die verwundeten Soldaten im Lazarett.

-          Die Papierfabrik Großsärchen in der ehem. Walkmühle brennt teilweise ab.

 

1918    -     Der Magistrat ließ sogenanntes „Notgeld“ drucken

-          Im November 1918 wurde anstelle des alten Kaiserreiches der Freistaat Preußen gegründet. Innerhalb dieses Freistaates gehörte Ermsleben zum Mansfelder Gebirgskreis im Regierungsbezirk Merseburg in der Provinz Sachsen

-          Der Magistrat verlieh W. Held das Prädikat „Stadtältester“

-          Deutschland verliert den Krieg, die Nachkriegszeit bringt viel Not und Elend. Im Fleischversorgungsbezirk Ermsleben werden in der Woche 100 Gramm Fleisch oder Wurst ausgegeben. Kinder unter 6 Jahren erhalten die Hälfte.

 

1919    -     Der Schrebergartenverein "Lehmbreite" wurde auf Anregung von Lehrer Linsert gegründet. Der Acker wird von Amtmann Rabe zur Verfügung gestellt. Bedürftige Bürger können einen Garten übernehmen, um die schlimmste Not zu lindern.

            -     Am 31. August wurde der „Verein der Bienenzüchter Ermsleben und Umgebung“ gegründet.

 

1920    -     Es wurden die Vereine Reiter, Frauenhandball und Kegler gegründet.

-          Der Fußballverein „Rasensport“ wurde in der Gaststätte Bösel auf dem Markt gegründet.

-          Die Kaufleute Otto Sperling und Erich Marx waren die ersten Motorradfahrer in Ermsleben.

-          Der Amtsrat Paul Rabe und der Tierarzt Dr. Max Lüders waren die ersten Autobesitzer im Ort.

-          Die Kaufleute Otto Sperling, Hugo Bucerius und der Schlossermeister Karl Seidler waren die ersten Hochradfahrer in Ermsleben.

-          Am 13. März sammelten die Ermslebener Spartakisten Waffen ein. Zwei Tage später fand ein Feuergefecht mit der Endorfer Einwohnerwehr statt. Die Endorfer ergaben sich schließlich.

-          Bei der Durchsuchung des Schlosses Degenershausen wurde der alte Baron von Knigge erschossen.  

-          Am 20. März nehmen Arbeiter aus Ermsleben am Kapp – Putsch teil. Sie fahren mit Gewehren und Handgranaten ausgerüstet nach Quedlinburg. Der Aufstand wird niedergeschlagen.

-          Am 26. März zieht die Reichswehr auf dem Markt auf. Besitzer von Waffen werden aufgefordert, diese abzugeben.

-          In Ermsleben gab es einen Mandolinenclub „Legato“.

-          Am 20. August wurde der berühmte Wünschelrutengänger, Otto Edler von Graeve, beim Suchen nach Wasserquellen im Grund vor dem Fuchsholz fündig.

-          Am 21. Und 22. fand die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr statt.

-          Seit diesem Jahr existierte in Sinsleben ein Pfarrhaus.

-          In Sinsleben gab es einen Militärverein, den Geselligkeitsverein „Freundschaft“ und den „Verschönerungsverein“.

-          In Sinsleben gab es die Gärtner Jahn, Weidemann, Ebert, Schütze/ Seeger und Pradelt. Im Büro der Gärtnerei Pradelt fanden auch Eheschließungen statt, denn Otto Pradelt war auch Standesbeamter. Auch existierte dort ein Schiedsgericht.

 

1921    -     August Poltermann gründete eine Stempelfabrik für die Reparatur und Neuanfertigung von Poststempeln. Die Firma existierte bis zum März 1987.

-          Zu Ehren Gleims ließ Lotte Wendenburg, die Ehefrau des Rittergutbesitzers, eine Inschrift über dem Torbogen einer Einfahrt zum Gutshof anbringen.

-          Die Amtspächterin der Domäne, Else Rabe, stiftete zum Gedenken an ihren verstorbenen Ehemann eine Eisenhartgussglocke.

-          Am 15. April schloss die Stadtgemeinde Ermsleben mit der Überlandzentrale Ostharz einen Vertrag über die Lieferung von elektrischem Strom.

 

1922    -     Am 30. September wurde der amtierende Bürgermeister Oskar Putzmann wiedergewählt.  

-          Die Thiemühle in Sinsleben stellte den Mühlenbetrieb endgültig ein. In den Räumlichkeiten wurde stattdessen eine Pension eingerichtet.

 

1923    -     In Deutschland herrscht die Inflation.

-          Ein Pfund Brot 260 Milliarden Mark, 1 Pfund Fleisch 3200 Milliarden Mark, 1 Pfund Butter 6000 Mrd. Mark, 1 Glas Bier 150 Mrd., 1 Pfund Kaffee 5 Bill. Mark.

-          Der „Konradsburger Armenspende“ vom 13.12. 1518 wurde für mittellose Bürger wiederbelebt.

 

1924    -     Die Papierfabrik Großsärchen wird stillgelegt. 150 Arbeiter wurden arbeitslos.

-          Nach der Stabilisierung kostet 1 Pfund Brot 22 Pfg., 1 Pfund Fleisch 1,10 Mark, 1 Pfund Butter 2,20 Mark, 1 Glas Bier 24 Pfg., 1 Pfund Kaffee 4 Mark.

-          Ermsleben hat 118 Gewerbetreibende, 1 Brauerei, 9 Gastwirtschaften, 3 Ärzte, 1 Post, 1 Kalkbrennerei, 1 Gaswerk und 1 Lederwarenfabrik.

 

1925    -     Der „Box-Club“ trainierte in der Turnhalle des Hotels „Stadt Berlin“.

-          Der Kupferschmied Reinhold Moschel schließt seine Schmiede am Wassertor

-          Das Gasthaus „Zum Blauen Hecht“ am Wassertor schließt.

-          3 Mühlen stehen still: die Thiemühle, die Malzmühle, und die Strommühle.

-          Else Rabe, Witwe des Amtsrates Paul Rabe, schenkt der Stadt die Lehmgrube am Meisdorfer Feld, die zum Sportplatz ausgebaut wird.

-          Justus Heinze führt die Adlerapotheke in privatem Besitz.

 

1926    -     Eine Theaterwandergruppe spielte auf dem Resenberg.

-          Rektor der Ermslebener Volksschule war Herr Besecke.

 

1927    -     Es gab die „Preußische Domäne“ mit Konradsburg (Pächterin: Else Rabe), sowie die Rittergüter I. und II (Besitzer: Joachim Wendenburg)

-          Am 27. November fand traditionell das alljährliche Erntefest statt.   

 

1928    -     Am 21. Juni wurde Carl Ebert Gemeindevorsteher in Sinsleben.

-          Am 01. Juli wurde das Kriegsgefallenen-Denkmal neben der Post eingeweiht.

-          Am 12. November wurde Alfred Haarig Gemeindevorsteher von Sinsleben.

-          Gründung des Rassegeflügelzuchtverein im „Deutschen Haus“

-          Es gab den Geschirrführerverein „Früh auf“ in Sinsleben.

-          Gründung der Ortsgruppe des „Königin-Luise-Bundes“ in Ermsleben und Sinsleben.

-          Der Inhaber der Hotelgaststätte „Zum Goldenen Ring“ Paul Tyborski war der Pächter der Waldschenke im Resenberg, einem beliebten Ausflugsziel.

-          In Sinsleben gab es 2 Bäckerein (Albrecht und Krelle), 2 Lebensmittelgeschäfte (Lenz und Pape), die Schuhfabrik Weidemann, die Kürschnerei Helmholz, das Baugeschäft Boekel, sowie die Gärtnereien Otto Pradelt, W. Bökel und H. Ebert.

-          Es wurden erste Versuche unternommen, Sinsleben in Ermsleben einzugemeinden. Die Sinslebener Gemeindeverwaltung lehnte die Eingemeindung ab. Dieser Beschluss wurde von der Kreisverwaltung respektiert.

-          Die Mühlenstraße erhielt erstmalig einen gepflasterten Fußweg.

-          Es wird wieder die seit 1518 verbriefte „"Conradsburger Armenspende" in Form einer Geldspende oder Naturalien abgegeben, sie war von 1922 – 1927 in Vergessenheit geraten.

 

1929    -     Die Feuerwehr bekam von der Stadt eine 800-Liter-Motorspritze gestellt.

-          Im Ermslebener Lichtspielhaus lief mehrfach der Dokumentarfilm „Aus der tropischen Heimat des Golfstroms“

 

1930    -     In Sinsleben existierte eine große Schäferei Schäferweiden), die zur Konradsburg gehörte.  

-          Am 15. Februar bekam die Sinslebener St.-Andreas-Kirche für 3.380,- RM ihre heute noch erhaltene Turmuhr.

-          Im Dezember wurden wie jedes Jahr die Schlachtefeste begangen.   

 

1931    -     Es bekommen 7 Gaststätten eine Schankerlaubnis.

-          Am 07. Juni überquerte das Zeppelin-Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin“ Ermsleben.

-          Da es viele Arbeitslose gibt, werden Schrebergärten an Erwerbslose vergeben.

-          Die ehemalige Papierfabrik Großsärchen wird von der Stadt gekauft. Zusammen mit dem Gaswerk soll hier ein Wasserwerk entstehen.

1932    -     Die St.-Sixtus-Kirche bekommt erstmalig einen Blitzschutz.

-          Am 20. April wurde ein 2 Meter hohes Adolf-Hitler-Denkmal in Rabes Garten, gegenüber der Post eingeweiht.  

 

1933    -     In und um Ermsleben gab es zahlreiche Obstplantagen.

-          Es wird zum ersten Mal auf dem Rathaus die Hakenkreuzfahne gehisst.

-          Die Arbeitslosigkeit geht rapide zurück.

 

1934    -     Bau eines Freibades im Auftrag des Bürgermeisters Karl Günther (Karls Bad)

-          Die Versorgung des Freibades auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik erfolgte durch einen Kiosk, betrieben vom „Goldenen Ring“  

 

1935    -     Die Allgemeine Wehrpflicht wurde durch Adolf Hitler wieder eingeführt.  

-          Da die offizielle Namensliste Mitte 1990 verschwand, ist nicht bekannt wie viele aus Ermsleben stammende Soldaten im Zweiten Krieg fielen.

-          In der Langen Straße betrieb Adolf Leich eine Sanitäts-Drogerie.

 

1936    -     Die Wehrmacht führte ein großes Manöver durch, und marschierte auch durch Ermsleben. Es finden die ersten Manöver in der Umgebung statt.

-          In der Endorfer Straße wurden die heute noch stehenden Doppelhäuser gebaut.

-          Es sind bei der Stadtverwaltung 3 Beamte, 3 Angestellte und 3 Polizisten beschäftigt.

-          Im Haushaltsbuch wird Ermsleben als Stadtgemeinde und Sinsleben als Bauerngemeinde bezeichnet.

 

1937    -     Es kommt zur Maikäferplage. Es werden fast 10 Zentner Maikäfer bei den Annahmestellen abgeliefert, bei einer Fangprämie von 8 Pfennig pro Kilogramm.

-     Die rechte Seite vom Mühlgraben zur Selke kaufte Karl Kirchhof & Co., der die ehemalige Walkmühle zur Aufbereitung von Schmirgel ausbaute.

-          Die neue Sirene auf dem Dach des Rathauses ersetzte die Hornsignale der Feuerwehr

 

1938    -     Am 19. Januar wurde Prof. Dr. Werner Sombart Ehrenbürger von Ermsleben

-          Die Stadtverwaltung wollte die Lindenbäume in der Ascherslebener Straße fällen lassen, doch der Imkerverein erhob erfolgreich Einspruch.

-          Es wurden Straßenschilder angebracht, einige Straßen umbenannt, und neue Hausnummern vergeben. Zuvor gab es jede Hausnummer nur einmal.

-          Am 01. Oktober wurde Sinsleben eingemeindet. Die ehrenamtlichen Bürgermeister von Ermsleben (Günther) und Sinsleben (Schiele) wurden entbunden, und Herr Dr. Münch als neuer hauptamtlicher Bürgermeister eingesetzt. Sinsleben hatte rund 450 Einwohner.

-          Die Sinslebener Schule wurde in einen Kindergarten umgewandelt.

-          Am 09. November kommt es auch in unserer Stadt zu faschistischen Ausschreitungen. Alt - ansässige Juden werden von SA - Leuten an den Haaren aus ihren Häusern gezogen, ihre Geschäfte geplündert und die Einrichtung zerschlagen.

 

1939    -     Die 1665 gepflanzte Ulme in der Mühlenstraße (Dorfanger) gefällt.

-          In Ermsleben leben rund 3400 Menschen in 1085 Haushaltungen.

-          Die Wasserleitung wird in den Ortsteil Sinsleben gelegt.

-          Am 01. September beginnt der Zweite Weltkrieg. Die ersten Männer werden einberufen. Die ersten Flüchtlinge aus dem Saargebiet treffen ein

-          Vom neuen Wirtschaftsamt werden Bezugsscheine für Textil- und Schuhwaren ausgegeben.

 

1940    -     Lebensmittel wurden durch Ausgabe von Karten rationiert.

-          Der Pächter der Kiesgrube in Sinsleben fand zufällig ein Steinkistengrab.

-          In dem Grab befanden sich die Skelettreste eines jungen Mannes, eine Kugelamphore und zwei kleinere Gefäße als Grabbeigaben. Der Fund zeugt von der vorgeschichtlichen Besiedelung unserer Gegend.  

 

1941    -     Am 14. Mai stirbt Professor Dr. Werner Sombart, Ehrenbürger der Stadt.

 

1942    -     Der Leiter der Schule war bis 1944 Fritz Linsert.

-          Fritz Linsert hat in seiner Freizeit die Geschichte Ermslebens erforscht und diese in einer Chronik zusammengefasst.

 

1943    -     Am 18. Februar wurde nach Verkündung des „Totalen Krieges“ sämtliche Theater und Kinosäle geschlossen, und Tanzmusik in Lokalen verboten.

 

1944    -     Im Januar werden alle über 18jährige Frauen aufgerufen an einer Grundausbildung als Rote Kreuz Helferin teilzunehmen.

-     Es gibt täglich Fliegeralarm. In die Distelgasse fällt 1 Bombe.

-          Die Schule in der Siederstraße wird geschlossen, und zur Krankenstube.

-          Im März warb eine Großveranstaltung in Ermsleben zur massenweisen Aufnahme von Jungen und Mädchen in die HJ und den BDM.

-          Am 05. April wurde der Ermslebener Bahnhof sowie ein Güterzug beschossen. 2 Menschen starben dabei.  

-          Am 01. Juli löste der Freistaat Preußen die Provinz Sachsen auf und gründete stattdessen 2 neue Provinzen. Ermsleben im Mansfelder Gebirgskreis wurde der neuen Provinz Halle-Merseburg zugeordnet.

 

1945    -     In Ermsleben gab es bis 1945 4 Gutshöfe sowie 24 Gasthöfe und Lokale.

-          Am 05. Januar wurden alle Bürger aufgefordert Kleidung und ähnliches für den Volkssturm zu spenden.

-          Am 16. Januar wurde Magdeburg von ca. 5.000 alliierten Fliegern mit rund 12.500 Tonnen Bomben angegriffen. Die Erschütterungen spürte man auch in Ermsleben. Der Flächenbrand färbte den nächtlichen Himmel rot.

-          Am 05. April warfen alliierte Flieger 3 Bomben auf das Bahnhofsgelände. Dabei starb ein Mann. Eine Frau wurde durch alliierte Flieger erschossen.

-          Das ehemalige Schützenhaus am Bahnhof, das vorrübergehend ein Kriegsgefangenenlager war, wurde beschossen und durch eine Granate schwer beschädigt.

-          Am 08. Bis 15. April kommen tausende flüchtende deutsche Soldaten und Offiziere zu Fuß durch den Ort. Sie hatten ihre Waffen weggeworfen. Ein großer Materialzug, der auf dem Bahnhof steht, wird geplündert.

-          Am 10. April wurden über 3.000 ausgehungerte KZ-Häftlinge aus dem Lager Langenstein-Zwieberge auf dem Sportplatz zusammengetrieben.

-          Ab 18 Uhr wurde aus ihnen 6 Kolonnen zu je 500 Personen gebildet, die sich auf den 320 km langen Todesmarsch über Dessau nach Genthin bewegten.

-          Auch in Ermsleben wurden Häftlinge erschossen. 5 wurden am 13. April und 6 weitere am 18. Mai auf dem Friedhof bestattet.

-          Am 11. April schlug eine Bombe in das Haus Diestelgasse 1 ein und tötete 2 Personen.

-          Aufgrund des häufigen Fliegeralarms wurde die Schule geschlossen, und zum Lazarett.

-          Am 17. April gingen Deutsche Fallschirmjäger in Sinsleben in Stellung, woraufhin alliierter Artilleriebeschuss erfolgte. Dabei wurde der Sinslebener Schützensaal zerstört, und ein Unteroffizier getötet.

-          Am 18. April rücken vormittags aus Richtung Westen amerikanische Panzer an. Sie nehmen an der Windmühle in Endorf Aufstellung und schießen auf Ermsleben. Gleichzeitig schießen Tiefflieger mit ihren Bordwaffen auf die Stadt.

-          Unsere Stadt brennt an 17 Stellen. Die Feuerwehr kann nicht alle Brände gleichzeitig löschen.

-          Frau Anna Wittkopf stiftet ein weißes Bettlaken, dass aus dem Eulenloch des Kirchturms gehängt wird. Auf dem Rathausturm befestigen Ernst Hoffmann und Otto Dannroth auch ein weißes Tuch. In Sinsleben hing der Vater des Malers Hans Mau ein weißes Laken aus dem Dachfenster. Herr Henninger hängte ein weißes Betttuch aus dem Turmfenster der Sinslebener St.-Andreas-Kirche. Die Stadt hat sich ergeben! -- Sofort hört der Beschuss auf

-          Am Nachmittag rücken die Amerikaner mit vielen Panzern in die Stadt ein. Alle Ausgangsstraßen sind besetzt. Von April bis Juni ist Ermsleben von den Amerikanern besetzt, die sich einquartiert hatten.

-          Am 30. April spielten Kinder mit einer Eierhandgranate. Diese explodierte, und tötete einen 6-jährigen Jungen, nahm einem 4-jährigem ein Auge und verletzte mehrere Kinder leicht.

-          Ab dem 12. Juni wurden Lebensmittelkarten zur Rationierung ausgegeben.

-          Am 30. Juni, nach der Teilung Deutschlands in 4 Besatzungszonen, verließen die Amerikaner Ermsleben.  

-          Am 02. Juli kommen die Russen mit ihren Panjewagen, und besetzen Ermsleben.

-          Alle Gutsbesitzer mit über 100 ha (400 Morgen) Land wurden entschädigungslos enteignet. Dies betraf die Domäne (763,37 ha), Wendenburg (697,43 ha) und Erbrecht (171,05 ha).

-          Des Weiteren wurden Waldflächen aus Degenershausener und Asseburger Besitz verteilt. Insgesamt kamen 2.106,68 ha zur Verteilung.

-          Jeder verfügbare Wohnraum wird mit Flüchtlingen, die im Osten ihre Heimat verloren hatten, belegt.

-          Kefersteins Papiermühle wurde in ein Mineralmahlwerk umgewandelt.

-          Auf dem sogenannten „Schweinehof“ brannte das Stallgebäude nieder.

-          Das Fachwerkhaus der Fam. Gleim, der Fam. Wendenburg (Rittergut) gehörend, ging in den Besitz der Stadt über.

-          Die Grabkapelle der Fam. Steinkopf und Rabe wurde vorübergehend Trauerhalle.

-          Auf dem Stresemannplatz verkaufte W. Rätzel Freibankfleisch.

-          Am 01. Oktober wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Neulehrer wurden eingestellt. Schulleiter war Herr Grunow.

-          In Ermsleben gab es 7 Ärzte, 1 Apotheke, 3 Hebammen, 6 Schwestern.

-          In Ermsleben gab es 73 Gewerbetreibende, Handwerker und Händler.

 

1946    -     Durch den Zuzug von Umsiedlern und Vertriebenen stiegen die Zahlen.

-          Es wurden 690 Kinder in den Klassen 1 bis 8 von 11 Lehrern unterrichtet.

-          Die Einwohnerzahl stieg von 3415 im Jahre 1939 auf 4744.

-          Lebensmittel und Heizmaterial waren knapp.

-          Am 09. Mai bestimmte eine Verfügung das zentrale Plätze und Straßen nach Persönlichkeiten der sozialistischen Geschichte umbenannt werden mussten.

-          Am 08. September fanden die ersten Nachkriegswahlen statt. Die LDPD erhielt in Ermsleben die meisten Stimmen und stellte mit Hermann Kramer den Bürgermeister  

-          In Ermsleben gab es 31 Obstplantagen und 447 landwirtschaftliche Betriebe

-          Der Inhaber des Kinos war Friedrich Steffen, und der Pächter Herr Sattler.

-          Es kommen die ersten Kriegsgefangenen aus den Lagern zurück. Viele kommen aber erst nach Jahren zurück oder bleiben verschollen.

-          Um die zusammengebrochene Versorgung zu verbessern werden Tauschzentralen eingerichtet.— Der Schwarzhandel blüht. (1 Ztr. Weizen 1000,- RM, 1 Brot 60-80,- RM)

-          Täglich kommt es zu Gas- und Stromsperren.

 

1947    -     Am 21. Juli findet die Gründung des Landes Sachsen-Anhalt statt.

-          Deswegen vereinigten sich der Freistaat Anhalt mit den ehemaligen preußischen Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg.

 

1948    -     Am 24. Juli bringt die Währungsreform in der SBZ die Deutsche Mark.  

-          Drei Jugendliche aus Ermsleben erhielten im Großen Saal des „Goldenen Ring“ als erste die Jugendweihe anstelle der Konfirmation.

-          Im August werden Volkskontroll - Gruppen gegen den Schwarzhandel gebildet. Kohlen gibt es nur auf Kohlenkarte (pro Jahr und Haushalt 5 ½ Zentner Brikett)

-          Der 45 Meter tiefe Brunnen auf der Konradsburg wurde bis 1948 regelmäßig genutzt, angetrieben durch einen Esel.

 

1949    -     Am 15. Januar war Gründung der Pionierfreundschaft „Ludwig Gleim“

-     Am 01. März war Gründung der Maschinen-Ausleih-Station (MAS). Es wurde ein Verwaltungsgebäude und ein Mehrfamilienwohnhaus am Falkensteiner Weg 3 für die MTS-Arbeiter gebaut.

-          Am 07. Oktober eröffnet das erste HO-Geschäft. (500 g Mehl 10 Mark, 500 g Margarine 55 Mark, 1 Stück Seife 10 Mark bei einem Durchschnittsverdienst von 320,- bis 400,- Mark.

-          Im gleichen Jahr wird die MAS (Maschinenausleihstation) für die Neubauern gegründet. Im Ort gibt es 215 Neubauern, davon 98 Umsiedler.

-          Eine Wohnungskommission besichtigt alle Wohnungen und Häuser in Ermsleben. Wer zu viel Wohnraum besaß, bekam Einquartierungen.

-          Sinsleben wurde an das Wassernetz von Ermsleben angeschlossen.

-          Bau der Großwäscherei und Färberei in den Räumen der früheren Lederfabrik in der Weberstraße.

-          Es wurden aus Holz geschnitzte Straßenschilder in der Bäckergasse, am Falkensteiner Weg und an der Brennerei angebracht.

 

1950    -     Einige große Lindenbäume wurden gefällt.  

-          Erweiterung des Ortsteils Sinsleben durch eine Neubauernsiedlung: Harzstraße, Brockenstraße und Radislebener Weg.

-          Bau eines neuen Kulturhauses am Sportplatz, mit Bibliothek.

-          In Ermsleben gab es 4 Taxiunternehmer: Hiesener, Panzer, Mosebach und Becker.

-          Am Burggrund wurde ein Brunnenhaus gebaut.

-          Am 01. Juli wurde Ermsleben nach Auflösung des Mansfelder Gebirgskreises dem Kreis Quedlinburg zugeordnet.

-          In Ermsleben lebten 80 Familien in prekären Wohnverhältnissen.

-          Kohle war knapp und gab es nur auf „Kohlenkarte“

-          FDJ-ler aus Ermsleben nehmen in Berlin am I. Deutschlandtreffen teil.

1951    -     In diesem Jahr fand ein Aufruf zur Friedenskundgebung statt.  

-          Der ehemalige Garten der Familie Rabe wurde zum Stadtpark umgestaltet.

-          Bau von 40 Neubauerngehöften.

-          Die VdgB zog in das ehemalige Wohnhaus des Ritterguts Wendenburg in der Siederstraße. Es wurde eine Berufsschule eingerichtet.

-          Es gibt es in der Stadt 19 Betriebe.

-          Es gibt 9 Parteien und Massenorganisationen im Ort.

-          Ein Gebäude des ehemaligen Vitzenhagenschen Hofes wurde der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

-          Am Rathaus wurde ein Beschwerdebuch angebracht.

-          Am 01. Juni wurde der Pionierpark zwischen Meisdorfer Straße und Vater-Jahn-Straße (heute U&W) eingeweiht.

-          Am 08. August wurde das Hotel „Stadt Berlin“ in „Haus der Jugend“ umbenannt, und diente als Treffpunkt für 538 Jungpioniere. In den unteren Räumen befand sich der Kindergarten.

-          Im Auftrag des Bürgermeisters Hornburg wurden die beiden Linden vor dem Rathaus, die Lutherlinde und die Gerichtslinde, gefällt.

-          Am 11. November wurde ein Gedenkstein am östlichen Ortseingang von Ermsleben anlässlich der Errichtung von 25 Neubauerngehöften aufgestellt.

-          Am 30. Oktober wurde das Adlersymbol auf dem Rathausturm abgenommen.

 

1952    -     Die ehemalige Lederfabrik wurde zum Wäschereigebäude ausgebaut.

-          Am 01. Juli übernahm Herr Lödel die Leitung der Adler-Apotheke.

-          Der Frisörsalon der PGH wurde in der Konradsburger Straße eröffnet.

-          Am 25. Juli wurde bei der Neugliederung der DDR, in 14 Bezirke, das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst. Ermsleben gehörte fortan zu Kreis Aschersleben im Bezirk Halle.

-          Es gibt es in Ermsleben 17 Betriebe, und 17 Übernachtungsmöglichkeiten

-          In freiwilligen Arbeitseinsätzen wird die Badeanstalt ausgebessert, ein neuer Sprungturm und Toiletten gebaut. Den Kiosk im Bad führt Her Tyborski.

-          Es wurde mit dem Bau des Landambulatoriums begonnen.

-          Im Juni wird die "Friedensbrücke", eine Fußgängerbrücke über die Selke zur Bahnhofstraße von Freiwilligen mit Spenden fertig.

-          In Ermsleben gab es 2 Tankstellen: Fam. Wolle und Fam. Jonach.

-          Seit diesem Jahr gab es in Ermsleben wider das Deutsche Rote Kreuz

-          Am 27. Juli wurde die LPG mit anfangs 6 Mitgliedern gegründet. Bis Jahresende waren es 43 Bauern auf insgesamt 277 Hektar.

-          Am 01. November übernahm Konrad Fitze die Leitung der Adler-Apotheke.

-          Die Adler-Apotheke wurde verstaatlicht.

 

1953    -     Das Landambulatorium wurde seiner Bestimmung übergeben.

-          In Ermsleben gab es auch die Konsumgenossenschaft, mit Laden.

-          Am 01. Juni wurde in den Klassenräumen Schulfunk installiert.

-          Der Sperlinghof in Sinsleben wurde verstaatlicht. Die LPG hielt vorrangig Schweine in den Stallgebäuden. Später baute die LPG eine große Schweinemastanlage mit Sozialgebäude gegenüber der alten Feldscheune.

-          Umbau des ehemaligen Schützenhauses in der Vater-Jahn-Straße zur Kinderkrippe, mit Platz für 12 Kinder.

-          In der Mühlenstraße wurde der Schornstein der ehemaligen Zuckerfabrik gesprengt.

-          Es gibt es umfangreiche Preissenkungen. (500 g Mehl 1,80 Mark)

-          Von dem ersten Aufstand gegen die DDR-Regierung spürt man im Ort nichts.

 

1954    -     Die erste Stadtbibliothek wurde im Kulturhaus am Sportplatz eingerichtet.

-          Die Bäckergasse wird mit Hilfe der Anlieger u.a. mit Mansfelder Schlackensteinen gepflastert, und am 01. Mai freigegeben.

-          Die Jugendweihe fand erstmals im Kino statt.

-          Am 01. Mai gründeten sich die Ermslebener Betriebskampfgruppen.

-          Es werden Ferienspiele für Schüler durchgeführt. Die Teilnahmegebühr betrug für 14 Tage 1 Mark , und es gab kostenlos warmes Mittagessen.

-          Am 03. September übergab die Sparkasse den Schulanfängern einen Spargeschenkgutschein im Wert von einer Mark.

 

1955    -     Das Kriegerdenkmal im Resenberg wurde außer dem Betonsockel entfernt.

-          Umgestaltung des Selle-Bachbetts in der Neustadt durch „Subotnik

-          Am 16. Juni beginnen die Feierlichkeiten anlässlich des 425-jährigen Jubiläums der Verleihung des Ermslebener Marktrechtes mit einem Fackelumzug, und enden am 19. mit einem Feuerwerk am Burgberg.

-          Anlässlich des Jubiläums erschien eine 36-seitige Festschrift.

-          Schulkinder können erstmals den Hort besuchen.

-          In der Siederstraße gab es ein HO-Geschäft, zuerst ein Fleischwaren- und dann ein Lebensmittel-Geschäft.

 

1956    -     In Ermsleben wurde ein Feuerwehr- und ein Schulspielmannszug gegründet

-          In diesem Jahr gab es einen strengen, schneereichen Winter. Die Temperaturen sinken auf minus 30 Grad.

 

1957    -     70 Linden wurden in der Bahnhofstraße, von Post bis Kirche, gefällt.

-          Umbau der Bahnhofstraße, sie führte nun nicht mehr direkt an der Kirche vorbei, sondern am ehem. Vitzenhagenschen Hof entlang.

-          Die Bahnhofstraße wurde mit Schlackesteinen gepflastert.

 

1958    -     Die Grundschule wurde in eine 10-klassige Polytechnische Oberschule (POS) umgewandelt.

-          Die Weberstraße wurde mit Schlackesteinen gepflastert.

-          Die letzte Maurer-Innung, mit 131 Mitgliedern, wurde aufgelöst und es gründeten sich Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH)

-          In der Mühlenstraße wurde die PGH „Fortschritt“ gegründet, die Holzfenster und Türen anfertigte. Sie wurde 1990 zur „BEHOWA GmbH“ umgewandelt.

-          Am 01. Juni gründeten Herbert Walter (Firma „Radio Walter“), Uhrmachermeister Albrecht und Tischlermeister Probst die PGH Tonfunk.

-          Im Hause von Fam. Ziesing in der Langen Straße wurden neben der Reparatur von Rundfunk- und Fernsehgeräten auch neue Geräte produziert.

 

1959    -     Am 29. Mai wurde die Lebensmittelrationierung durch Karten aufgehoben.

-          Die PGH Tonfunk übernahm Lohnaufträge zur Serienfertigung von Baugruppen für den VEB Fernsehgerätewerke Staßfurt.

-          In der Siederstraße 26 wurde ein Lehrlingswohnheim auf dem Gelände des ehemaligen Ritterguts Wendenburg fertiggestellt.

-          Die LPG „Phillip Müller“ übernahm das Gebäude der ehemaligen Weißen Mühle (Haarigs Mühle) von Frau Haarig, und baute es zum Lehrlingswohnheim um. Der Mühlgraben wurde zugeschüttet.

-          Etterwends Mühle (Motormühle mit Öl und Schrotegang für Kleinerzeuger) auf dem Damm wurde geschlossen.

 

1960    -     Am 09. April wurde Ermsleben ein vollgenossenschaftlicher Ort.  

-          Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen wurde zusätzlich das Haus der Kultur sowie das ehemalige Hotel „Stadt Berlin“ für die Schüler der Unterstufen genutzt.

-          In Ermsleben wurden 4 LPG des Typ I. gegründet, die sich 1965 dem Typ III. anschlossen. Die LPG baute in der Philip-Müller-Straße mehrere Rinderoffenställe sowie ein Sozialgebäude mit Büros.

-          Aufgrund einer krisenhaften Versorgungslage wurden vor allem Fleisch und Butter rationiert.

 

1961    -     Bau der Mauer. Bis zu diesem Jahr verließen auch viele Einwohner die Stadt.

 

1962    -     Vom 16. Januar bis zum 25. Februar verbrachten mehrere Ermslebener Schulklassen sechs Wochen in der Pionierrepublik „Wilhelm Pieck“

 

1963    -     Gründung des „Angler- und Castingvereins Ermsleben e.V.“

-          Im Freibad wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt.

-          Es wurde eine Brücke über die Selke zum Freibad gebaut.

 

1964    -     Am 01. August trat eine Währungsreform in Kraft. Die MDN wurde eingeführt.  

-          Am 01. Oktober wurden DDR-Postleitzahlen eingeführt. Ermsleben hatte die PLZ:4323

-          Die Glocke der St.-Sixtus-Kirche aus dem Jahr 1559 wurde für 640,- MDN an die Kirche in Alterode verkauft. 2007 kaufte man sie zurück.

 

1965    -     Die LPG zieht aus dem ehem. Wendenburghof in moderne Gebäude in die Philip-Müller-Straße um.

-          Die LPG hält 908 Rinder, 1898 Schweine und 1018 Schafe.

-          Die Turnhalle hinter dem ehemaligen Hotel Stadt Berlin“ wurde renoviert.

-          Das Gleimhaus in der Siederstraße wurde unter Denkmalschutz gestellt.

-          Umbau der ehemaligen Zuckerfabrik von Sombart in der Mühlenstraße, und Neubau von zunächst 4 Wohnungen, Büroräumen und einem Kultursaal.

-          Es wurden neue Fußwege angelegt: Lindenstr., August-Bebel-Str., Bahnhofstr., Westdorfer Str., Clara-Zetkin-Str. und der Vater-Jahn-Str.

-          Am 01. Oktober wird der Burggrund eingemeindet. Der Burggrund ist durch die Selle geteilt. Auf der Neuplatendorfer Seite (Krs. Hettstedt) wohnten 11 Erwachsene und 2 schulpflichtige Kinder. Auf der Ermslebener Seite wohnten 14 Erwachsene, 7 Schulpflichtige sowie 4 Kleinkinder.

-          Fam. Lachmann eröffnet ihre Gaststätte „Zur Konradsburg“, die für lange Zeit ein beliebtes Ausflugsziel war.

 

1966    -     Am 01. April wurde Dieter Engelmann neuer Inhaber der Adler-Apotheke.

-          Es wird das Naherholungszentrum Konradsburg geplant. Es werden Blumenbeete angelegt, Bäume gepflanzt, eine Freitanzfläche gebaut, der Burgteich gesäubert (Schwanenhäuschen).

-          Am 30. April wurde an der St.-Andreas-Kirche ein neuer Blitzableiter installiert.

 

1967    -     Wilfried Mendorf gründete sein Busunternehmen, und führte es bis 2010.

 

1968    -     Am 01. Januar löste der „Mark der DDR“ die MDN ab bis zum 30.06.1990.

-          Die Feuerwehr bekam in der Siederstraße ein neues Gerätehaus.

-          Am Burggrund, gegenüber der Gaststätte Lachmann, wurde das Naherholungszentrum in der Nähe des Burgteiches fertiggestellt.

-          Bis zu diesem Jahr befand sich auf dem Gelände der jetzigen Firma Feickert eine Geflügelfarm der LPG.

-          Es entsteht aus den Baubrigaden der LPG Ermsleben, Meisdorf, Radisleben, Hoym und Frose ein Baubetrieb, die ZBO (Zwischenbetriebliche Bauorganisation), auf dem Gelände der ehem. Geflügelfarm.

 

1969    -     Am 18. Januar vernichtete ein Großbrand die Wäscherei in der Weberstraße.

-          Es begannen die Bauarbeiten am „Teepott“, einer Halle für die PGH Tonfunk, mit doppelt gekrümmten Beton-Schalentragwerk.

-          Im gleichen Jahr wird die Gedenktafel für den Dichter J.W.L. Gleim in der Siederstraße angebracht.

 

1970    -     Am 05. Und 06. März gab es meterhohe Schneeverwehungen, die den Verkehr zum Erliegen brachten.  

-          Am 03. Bis 05. April fanden die Kulturfesttage im Naherholungszentrum Burggrund anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Chores und des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr statt.

-          Im Juni toben schwere Gewitterstürme.

-          Am 01. September wurde das Gebäude der Berufsschule in der Siederstraße von der POS mitgenutzt. 552 Schüler besuchten die POS, 190 die Berufsschule.

-          Am 21. Oktober begann der Bau eines neuen Schulgebäudes in der Konradsburger Straße vom Typ „Erfurt 66“, für 3,4 Mio. Mark.  

-          Der große Saal des „Goldenen Ring“ wurde geschlossen.

-          In der Endorfer Straße erfolgte die Verrohrung des Vorfluters „Hasenseichte“ auf einer Länge von 150 Metern.

-          In der Halberstädter Straße wurde der Fußweg instandgesetzt.

-          In Ermsleben wurde die Straßenbeleuchtung erneuert.

-          Die Fußgängerbrücke an der Ellermühle und die Straße zur Quarzsandgrube wurden repariert.

-          Nach der Sanierung der Endorfer Straße wurde dort ein Wohnblock mit 18 Wohneinheiten gebaut.

-          Ermsleben hatte rund 3.800 Einwohner, 12 Betriebe, 4 HO- und 12 Konsum Verkausstellen und 10 private Geschäfte.

-          Ermsleben hatte 68 Wohnhäuser in Volkseigentum, 14 Grundstücke genossenschaftlich und 665 private Wohnhäuser.

 

1971    -     Am 02. Juli begannen die Kulturfesttage auf dem Festplatz am Sportplatz.

-          Es begann die Renovierung der St.-Sixtus-Kirche, mit Abbruch der Südempore und Einbau einer Glaswand zwischen Chor und Kirche.

-          Der Schulleiter Hans Dittrich organisierte planmäßige Beziehungen zwischen Schule und Betrieben.

-          Es nehmen 54 Mädchen und Jungen an der Jugendweihe teil.

-          Ab Ende des Jahres erfolgte nach der Beendigung von Sanierungsarbeiten der Welbslebener Straße eine Veränderung der Verkehrsführung. Die vormals beidseitig befahrbare F 185 wurde von der Ulme bis zur Post Einbahnstraße.

 

1972    -     Am 01. Mai wurde der VEB Schmirgelwerk Ermsleben gegründet.

-          Das Schmirgelwerk war der einzige Hersteller von regeneriertem Korund in der DDR.

-          Am 01. Juli wurde das Freibad nach vollständigem Umbau wiedereröffnet. Das Nichtschwimmerbecken wurde vergrößert, das Hauptbecken auf 50 Meter, und ein neues Planschbecken geschaffen.

-          Die kleine Aschengrube in Sinsleben wurde planiert.

-          Am 28. August war Schlüsselübergabe und Einweihung des neuen Schulgebäudes in der Konradsburger Straße.

-          Beginn der Hundezucht von Herbert Bürger am Burggrund.

-          Im Oktober wurden in der neu eingerichteten Hilfsschule in der Siederstraße umfangreiche Sanierungen durchgeführt.

-          Am 08. November besuchten Studenten aus 6 verschiedenen Ländern die Ermslebener Schule.

-          Am 15. Dezember wurde der „Teepott“ mit einer Betriebsveranstaltung der PGH Tonfunk eröffnet.

 

1973    -     Am 01. Januar wurde die Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) gegründet

-          Am 02. Januar begann die Schulspeisung durch den VEB Tonfunk, sowie die Versorgung der Werktätigen in den Betrieben mit Mittagessen.

-          Am VEB Textilreinigung erfolgte der Abriss eines alten Wohnhauses und die Einzäunung des Grundstücks.

-          Die Bushaltestellen an der Post und an der Ulme wurden mit Wartehäuschen versehen.

-          Am 21. April erfolgte die erste Jugendweihe im „Teepott“

-          Hinter den Ratsweiden wurde ein Hunde-Übungsplatz eingerichtet.

-          Die LPG wurde in zwei wirtschaftlich selbständige Einheiten, LPG-P (Pflanzen) und LPG-T (Tier) getrennt.

-          Die Bibliothek wurde vom Kulturhaus am Sportplatz in das Haus de Kultur verlegt.

-          Es läuft ein Wettbewerb um die Erhöhung des Gaststättenniveaus. Einen vorderen Platz im Kreismaßstab belegt die Gaststätte "Zur Konradsburg" im Burggrund.

 

1974    -     Das Kulturhaus am Sportplatz wurde zur Kinderkrippe umgebaut.

 

1975    -     Am 08. Mai erhielt die Schule den Namen „Ernst Thälmann“

-          Am 29. August wurde die Kinderkrippe am Sportplatz mit 50 Plätzen eröffnet.

-          Die Einwohnerzahl von Ermsleben beträgt rund 3800.

-          Die Ellermühle mit dem letzten Müllermeister Martin Kipping schließt in diesem Jahr.

 

1976    -     Am 01. September wurde Rosemarie Rüge neue Leiterin der Adler-Apotheke.

-          Der VEB Textilreinigung nannte sich „größte Dorfwäscherei der DDR“.

 

1977    -     Gründung des Rassekaninchenzüchtervereins 77 Ermsleben e. V.

-          Am 01. Juni gründete Klaus Drauschke eine Elektroinstallationsfirma.

-          Ermsleben wurde nach einem Wildtierbefall zum Tollwutsperrbezirk.

-          Am 28. Juli gründete Werner Lafeld eine Firma für Elektroanlagen.

-          Am 01. September wurde Bernhard Wolf der Schulleiter der POS.

-          Baubeginn eines Wohnblockes in der Feldstraße.  

 

1978    -     Am 01. Januar trat eine neue Straßenverkehrsordnung, mit neuer Beschilderung, in Kraft.  

-          Am 31. Dezember kam es zu flächenhaften Stromabschaltungen. Die Silvesterfeiern fanden bei Kerzenlicht statt.

-          Ursache war ein extremer Temperatursturz um 30 Grad mit nachfolgendem 72-stündigem Schneesturm.

 

1979    -     Es entstand in der Clara-Zetkin-Straße eine neue Eigenheimsiedlung.  

 

1980    -     Am 15. Juni begannen die Feierlichkeiten zum 450. Jubiläum der Verleihung des Ermslebener Marktrechtes.  

-          Am 15. Juni beging die Freiwillige Feuerwehr ihr 110-jähriges Bestehen.

-          Noch sind die Stallgebäude der LPG (ehem. Wendenburghof) in der Neustadt zu sehen. Sie werden später abgerissen.

-          Die Kinderkrippe hatte nun 65 Plätze.

 

1981    -     Am 11. April wurde die neu gebaute Turnhalle hinter der Schule eingeweiht.

-          Die letzten Gebäude der Lohmühle stürzten ein. In dieser Mühle in der Weberstraße wurde Eichenlohe für die Gerber produziert.

-          Der Kindergarten im ehem. Hotel „Stadt Berlin“ wird rekonstruiert.

 

1982    -     Ausbau der alten Schule in der Siederstraße zu einem weiteren Kindergarten.

-          Die Bäuerliche Handelsgenossenschaft (BHG) eröffnete im Speichergebäude des ehem. Vitzenhagenschen Hofes eine Verkaufsstelle. Leiterin war Erika Bettzüge.

-          Es wurde eine Bürgerbewegung zum Erhalt der Konradsburg gegründet.

-          Am 01. April gründete Rainer Höche eine Firma für Bauschlosserei und Sanitärinstallation.

-          Am 14. Juli wurde eine elektronische Steuerung für die Läutemaschinen der 2 Kirchenglocken in der St.-Sixtus-Kirche in Betrieb genommen.

 

1983    -     Das „Haus der Kultur" wurde zum geistig kulturellen Zentrum des Ortes.

-          Die Bibliothek verfügt in 5 Räumen über 10.000 Bücher. Es hatte eine Gaststätte sowie einen Saal für Versammlungen und Feierlichkeiten.

-          Am 01. April eröffnete Angela Wittig ihre Zahnarzt-Praxis im Landambulatorium.

-          Am 04. April gründete Klaus Kujawski eine Firma für Sanitär- und Gasinstallation sowie Bauklempnerei

-          Am 27. November stand die ehem. Weiße Mühle (Mühle Haarig, später Lehrlingswohnheim) in der Bahnhofstraße 17 in Flammen.

 

1984    -     Am 13. April eröffnete das Eiscafé Maskus in der Spielburg.

-          Schließung der Ermslebener Badeanstalt. Am 20.06.1982 öffnete das Freibad Meisdorf.

-          Am 21. Juni standen alle Kellerräume der Schule infolge Starkregens unter Wasser.

-          Die LPG hatte die alte Brennerei in der Bahnhofstraße zur Obstmosterei umgebaut.

 

1985    -     Am 01. Januar gründete Eckhard Schaefer einen Fliesenleger-Handwerksbetrieb.

-          Am 21. Juni führte die 33. Internationale Friedensfahrt gegen 16:00 Uhr durch Ermsleben.

-          Am 15. August wurde für LPG-Mitglieder ein neuer Wohnblock mit 14 Wohnungen auf dem sogenannten „Schweinehof“ übergeben.

-          Am 15. August wurde das neue Mehrfamilienhaus in der Bahnhofstraße 17 übergeben.

-          Der Polytechnische Unterricht erfolgte in Betrieben wie LPG und Tonfunk.

 

1986    -     In Ermsleben gab es noch 7 Gaststätten.

-          Am 01. Juli übernahm Günter Schmiedemeier den Schlossereibetrieb von Paul Hanke.

-          Baubeginn einer neuen Trauerhalle des Ermslebener Friedhofes.  

-          Im November wurden 3 neue Mehrfamilienhäuser in der Konradsburger Straße, zwischen Friedhof und Gartensparte, fertig gestellt.

-          Es wurden 11 neue Eigenheime fertiggestellt.

 

1987    -     Die BHG baute eine große Lagerhalle mit Verkaufsstelle am Güterbahnhof.

-          Im Juli brach durch Materialermüdung der Klöppel der 66-jährigen Eisenhartgussglocke, und durchschlug eine hölzerne Zwischendecke.

-          In Zusammenarbeit zwischen dem VEB Tonfunk und der Textilreinigung baute man ein Heizhaus auf dem Gelände der Wäscherei.  

 

1988    -     Bau einer Konsum-Kaufhalle mit einer Verkaufsfläche von 260 m².

-          Durch den Abriss der großen Scheune im ehemaligen Rittergut wurde zuvor Platz für den Bau einer Kaufhalle, für ein Heizhaus und für einen Parkplatz geschaffen.

-          Am 28. November wurde die Kaufhalle eröffnet.

 

1989    -     Bau eines Sozialgebäudes durch den Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL)

-          Auf dem Gelände der Konradsburg wurden einige Szenen des DEFA-Spielfilms „Ich, Thomas Münzer, Sichel Gottes“ gedreht.

-          Eintragung der seit 1972 bestehenden Sportgruppe „Frauengymnastik“ in das Vereinsregister.

-          In Ermsleben lebten rund 3.300 Einwohner. Es gab 14 Betriebe und 19 private Handwerksbetriebe.

-          In Ermsleben gab es 1.329 nutzbare Wohneinheiten, davon hatten 760 ein Innen-WC, 943 eine Dusche oder Bad, und 480 eine moderne Heizung.

-          Die beiden Kindergärten verfügten über 180 Plätze.

-          Die Kinderkrippe verfügte über 50 Plätze, war aber mit 65 Kindern belegt.

-          Ab September erfolgte eine Fluchtwelle von DDR- Bürgern.

-          Im November folgt dem Ruf "Wir sind das Volk!" die Grenzöffnung zur Bundesrepublik.

 

1990    -     Die ZBO wurde in die Firma „Selke-Bau GmbH“ umgewandelt.  

-          Die Treuhand übernahm das Forsthaus. Der geplante Ausbau zum Reiterhof wurde gestoppt und Sanierungsarbeiten nicht mehr durchgeführt.

-          Der VEB Textilreinigung wurde privatisiert. Norbert Marquardt übernahm die „Daun Textilservice Marquardt GmbH“

-          Gründung der Laufgemeinschaft „LG Konradsburg 90 Ermsleben e. V.“

-          Gründung der Firma „Umwelttechnik und Wasserbau GmbH“ (U&W)

-          Am 06. Mai sind Kommunalwahlen.  

-          Am 11. Mai gründete sich der „Imkerverein Ermsleben und Umgebung 1919 e. V.“

-          Klaus Bettzüge wurde Stadtdirektor (hauptamtlicher Leiter der Stadtverwaltung) in Ermsleben, bis Dezember 1991.

-          Am 01. Juni gründete sich der „Förderkreis Konradsburg e. V.“, der sich um den Erhalt und Restaurierung der historischen Sausubstanz kümmert.

-          Am 01. Juli tritt die Währungsunion zwischen der BRD und der DDR in Kraft.

-          Am 01. Juli wird die Beton- und Holzwaren GmbH gegründet. Davor, von 1974 bis 1989, war es ein Betonwerk für Hohlblocksteine.

-          Vom 06. Bis 28. August wurde die Verkaufsfläche der Konsum-Kaufhalle in der Siederstraße um 70% vergrößert.

-          Im ehemaligen „Teepott“ wurde ein REWE-Markt eröffnet. (Anger-Markt)

-          Umbenennung des Sportvereins in „Tonfunk Ermsleben e. V.“

-          Der Getränkeabholmarkt Eichmann wurde in der Bahnhofstraße eröffnet.

-          Am 03. Oktober wurde mit der Wiedervereinigung ein gesamtdeutscher Staat proklamiert.

-          Am 03. Oktober wurde eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Lutter am Barenberg und Ermsleben mit dem Pflanzen einer Eiche im Burggrund, nach einer Festveranstaltung, beschlossen.

-          Im Zuge der Wiedervereinigung bekamen einige Straßen wieder ihren alten Namen.

-          Die POS „Ernst Thälmann“ wurde in „Oberschule Ermsleben“ umbenannt.

-          Die Heizungsanlage der Schule wurde auf Erdgas umgestellt, und brauchte somit keinen Heizer mehr.

 

1991    -     Die 10-klassige Oberschule wurde in eine Grund- und eine Sekundarschule umgewandelt.

-          Das ehemalige Heizhaus der Schule wurde zu einem Jugendclub umgebaut.

-          Am 03. März wurde die LPG-Gärtnerei privatisiert, und von der Firma Gartenbau Schoder übernommen.

-          Im August wurde die Raiffeisenbank - Filiale in der Siederstraße eröffnet.

-          Im September beginnt die Restaurierung des Gleimhauses in der Siederstraße.

-          Rainer Höche gründete die Firma „Heizungsbau GmbH“

-          Gründung der „Jägerschaft Ermsleben“

-          Gründung des „Spielmannzug Ermsleben e. V.“

-          Im März eröffnete im Haus der Kultur ein Jugendclub, und es fand zweimal wöchentlich eine Disco statt.

-          Am 01. April eröffnete Dr. med. Helga Wagner ihre Arztpraxis im Landambulatorium.

-          Am 01. April eröffnete Frau Dipl.- med. Ute Binting ihre Arztpraxis in der alten Schule in der Siederstraße.

-          Am 04. Mai wurde die Partnerschaft mit Lutter am Barenberge unterzeichnet. Am Burggrund pflanzten beide Bürgermeister, Gerhard Brunke (Lutter) und Richard Brantin (Ermsleben) eine Eiche als Symbol.

-          Anlässlich der Partnerschaft Lutter - Ermsleben findet ein Fest unter der Konradsburg statt.

-          Am 01. Juni erfolgte die Auflösung der LPG-Tierproduktion und Neugründung der LVG Selketal GbR

-          Die Straße zum Burggrund wurde asphaltiert.

-          Das Fachwerkhaus neben dem Haus der Kultur wurde saniert.

-          Rudolf Feickert übernahm als Mehrheitsgesellschafter die Firma Selke-Bau GmbH und nannte sie fortan „Rudolf Feickert GmbH“

-          Am 08. November gründete sich der „Schützenverein Ermsleben 1704 e. V.“ neu.

-          Heidrun Weinberg leitete in der Langen Straße 57 ein Haushaltwarengeschäft.

 

1992    -     Am 01. Januar wurde Klaus Wycisk neuer Bürgermeister.

-          Am 01. Januar wurde die Ermslebener Landwirtschaftsgenossenschaft e.G. mit 23 Anteilseignern und 1.848 ha Wirtschaftsfläche gegründet.

-          Die Vermarktung des Betriebsgeländes der ehem. LPG-Pflanzenproduktion übernahm die VVG Agrar GmbH.

-          Im März wurde das Jugend- und Freizeitzentrum Dank Fördermittel eingeweiht.

-          In der Langen Straße 1, früher Modehaus Sperling dann Textil-HO, eröffnete eine Schlecker-Drogerie.

-          An der St.-Andreas-Kirche wurde der Turm rekonstruiert, sowie der Turmknopf mit Wetterfahne und Adlersymbol erneuert.

-          Bei der Neudeckung des Rathausturmes wurde ein neu gefertigter Adler aufgesetzt. Der alte Adler von 1777 war 1951 entfernt worden.

-          Im April werden 13 neuerbaute Sozialwohnungen an vorwiegend ältere Ermslebener in der Konradsburger Straße den Mietern übergeben.

-          Am 21. April eröffnet Zahnarzt Frank Rank, M.Sc., seine Praxis im umgebauten Landambulatorium.

-          Im Mai wurde das Postamt nach erfolgter Renovierung wiedereröffnet.

-          Im Juni feiert unsere Stadt das Heimatfest im Burggrund und im Haus der Kultur.

-          Im August wird der Falkensteiner Weg gepflastert und bekommt am 16.09.1992 eine Ampelanlage.

-          Die Fassade des Gleimhauses wurde fertiggestellt.

-          Der aus dem Jahr 1700 stammende Taubenturm in der Siederstraße 12 wurde restauriert.

-          Am 01. Oktober trat eine neue Abfallentsorgungssatzung in Kraft, und alle Haushalte bekamen neue Müllkübel.

-          Am Markt, an der Ulme, und an der Post wurden Telefonzellen aufgestellt.

-          Am 09. Dezember war der Weihnachtsmarkt auf dem Markt in Ermsleben.

-          Im Dezember beschließen die Bürgermeister von Ermsleben, Reinstedt, Meisdorf, Wieserode, Endorf, Neuplatendorf und Pansfelde die „"Verwaltungsgemeinschaft Falkenstein" mit Sitz in Ermsleben.

-          Das ehemalige Hospital in der Konradsburger Straße wurde saniert.

-          Frau MUDr./ Univ. Bratislava Angela Wittig zog mit ihrer Zahnarztpraxis in die Feldstraße um.

-          Am 01. Dezember wurde Constanze Huth (verh. Kleemann) neue Inhaberin der Adler-Apotheke.

-          Gründung des Sozialzentrum Ermsleben e. V.

 

1993    -     Am 3. Januar zieht Frau Dr. med. Wagner vom Landambulatorium in ihr Wohnhaus in der Gartenstraße um.

-          Am 7. Januar jährt sich zum 125. Mal das Bestehen der Bahnlinie „Frose – Ballenstedt“.

-          Der Grauwacke - Abbau im Friedrichshohenberg, der das Naturschutzgebiet zerstören würde, wird einstweilig (für 3 Jahre) gestoppt.

-          Im Mai beginnt der Umbau des Rathauses.

-          Hinter dem Haus der Kultur wird ein Spielplatz angelegt. Er wird 1998 wieder entfernt.

-          Vom 18.- 20. Juni findet das Heimat- und Schützenfest auf der Mühlwiese (bis 2016) statt.

-          Am 1. Oktober wird die Verwaltungsgemeinschaft „Falkenstein/Harz“ aus der Stadt Ermsleben, und den Gemeinden Endorf, Pansfelde, Neuplatendorf, Meisdorf, Reinstedt und Wieserode gegründet.

-          Am 8. Oktober wird Ermsleben an das Fernwassersystem Ostharz (aus der Rappbodetalsperre) angeschlossen, und ein Hochbehälter für Trinkwasser (3,64 Mill. DM) übergeben. Täglich werden 350 m³ verbraucht.

-          Die 1200 km lange Straße der Romanik führt nun auch durch Ermsleben

-          In der alten Schule in der Siederstraße eröffnet eine Physiotherapiepraxis

-          Am 26. Oktober wird eine moderne Asphaltmischanlage in der Vater Jahn Straße in Betrieb genommen

-          Gründung des Seniorenverein e.V.

-          Gründung des Vereins „Großkaliber Schützengilde ‚93 Konradsburg e.V.“

-          Im November beginnt die Dachsanierung, sowie die Erneuerung der Fenster und der Toilettenanlage im Haus der Kultur

 

1994    -     beginnt das Jahr mit Hochwasser. Die Selke tritt über die Ufer und manche Feier zum Jahreswechsel fällt buchstäblich ins Wasser.

-          Am 01. Februar wird die Beton- und Baustoffwerke GmbH Ermsleben gegründet. Davor war es ab 01.07.1990 die Beton- und Holzwaren GmbH. Davor von 1974 bis 1989 ein Betonwerk für Hohlblocksteine.

-          Im März steigt die Selke wieder an. Am 13. April kommt es durch heftige Regenfälle zum "Jahrhundert - Hochwasser". Man kann sagen, Ermsleben steht unter Wasser. Der materielle und ideelle Schaden steigt ins unermessliche.

-          Die Instandsetzung des Hauses der Kultur wird fertig.

-          Ein Gewerbegebiet wird auf dem ehemaligen LPG - Gelände an der Welbslebener Str. erschlossen.

-          Im Juli erfolgt die Umbenennung des Sportvereins in „Sportverein Ermsleben e.V.“

-          Im Juli wird die Rettungswache des ASB in der alten Schule, Siederstraße 37 eröffnet.

-          Das Rathaus wird nach erfolgtem Umbau neu bezogen.

-          In der Siederstraße wird im August, nach 9-monatiger Bauzeit, die neue Filiale der Sparkasse eröffnet.

 

1995    -     Das Postamt-Gebäude in der Bahnhofstraße wird 100 Jahre alt.

-      Am 21. Mai ist ein großer Festumzug anlässlich des 950-jährigen Jubiläums der urkundlichen Ersterwähnung Ermslebens.

-          Am 02. Juni wird die vom Hochwasser beschädigte, und nun vollständig sanierte Straße, offiziell von Clara-Zetkin-Straße in Ludwig-Gleim-Straße umbenannt.

-          Am 23. August erscheint die 1. Ausgabe des Amtsblattes der VG Falkenstein

-          Neugestaltung des Schulvorplatzes mit Buswendeschleife.

 

1996    -     Am 14. Juni wird der Schornstein der Kaufhalle gesprengt, und das Heizhaus abgerissen. Es entsteht ein Parkplatz.

-          Die Treuhand übergibt dem „Förderverein Konradsburg e.V.“ das Forsthaus.

-          Die Mönchsgasse zwischen Markt und Siederstraße wird geöffnet, und später gepflastert.

-          In der Neustadt wird ein neuer NP-Markt gebaut.

-          Am 21.November sterben bei einem Bootsunglück 3 Ermslebener Bürger auf der Ostsee.

 

1997    -     Die Denkmäler für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges werden durch Tafeln zum Gedenken an die Toten des Zweiten Weltkrieges ergänzt.

-          Am Forsthaus beginnen die Sanierungsarbeiten, und der Ausbau.

-          Am 09.April erhält die Selle in der Neustadt eine neue Brücke als Zufahrt zum NP-Markt.

-          Das Bachbett der Selle wird bis 1999 saniert, und erhält ein neues Geländer.

-          Am 30. April wird die sanierte Turmspitze des Rathauses wieder aufgesetzt.

-          Am 11. September werden die sanierten 3 Berlinger Pläne übergeben

-          In der Lindenstraße werden die Straßen- sowie die Fußgänger Brücke neu gebaut.

-          Am 25. November wird das 25-jährige Bestehen des Schulgebäudes in der Konradsburger Straße gefeiert.

-          Beginn des Umbaus der alten Kinderkrippe am Falkensteiner Weg.

 

1998    -     Die Wände des Kirchturms der St.-Andreas-Kirche wurden trockengelegt und gestrichen. Der Ziegelfußboden wurde erneuert.

-          Am 15. März wurde die Kapelle im Kirchturm der St.-Andreas-Kirche feierlich als Winterkapelle eingeweiht.

-          Es begannen die Sanierungsarbeiten an der Gleim-Begegnungsstätte. Richtfest war 2001.

-          Am 1. Mai wurde Sinsleben in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen. Zu diesem Anlass fand auf dem 3. Berlinger Plan ein Straßenfest statt.

-          Am 23. Juni erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der Hagenbreite.

-          Am 27. August entdeckte man bei Erdarbeiten in der Hagenbreite die Reste eines Grubenhauses aus frühgeschichtlicher Zeit.

-          Am 30. Oktober wurde die ausgebaute Kindertagesstätte „Gänseblümchen“ feierlich übergeben

-          Die Volksbankfiliale zog von der Siederstraße auf den Marktplatz um.

 

1999    -     Am 12. März wurde der neugestaltete Schulsportplatz eingeweiht.

-          Von März bis Mai entstand die neue Friedensbrücke neben der Post. Hier befand sich zuvor nur eine Furt.

-          Im März wurde eine neue Brücke über den Mühlgraben am Damm gebaut.

-          Am 27. März erhielt die Sekundarschule den Namen „Ludwig Gleim“. In diesem Jahr wurde die Fassade des Vordereingangs erneuert.

-          Am 28. Juni gründete sich der „Förderkreis Ludwig Gleim Ermsleben e.V.“

-          Am 11. August wurde die sanierte Bergstraße nach mehrmonatiger Bauzeit übergeben.

-          In diesem Jahr entstand die Wandmalerei über Mendorf-Reisen in der Halberstädter Straße.

-          Am 6. September gründete sich der „Förderverein für die Wiederherstellung und Erhaltung der Sinslebener St.-Andreas-Kirche zu Ermsleben e. V.“

-          In diesem Jahr beginnt die komplette Erneuerung des Daches der St.-Sixtus-Kirche

-          Am 7. September wurde der neue Spielplatz am Burggrund nach sechsmonatiger Bauzeit übergeben.

-          Am 13. Dezember wurde die Straße am Anger nach Bauarbeiten übergeben.

 

2000    -     In diesem Jahr erfolgte ländlicher Wegebau am Ratsweiden und am Radislebener Weg.

-          Am 18. Mai erhielt der Sinslebener Friedhof nach fünfmonatiger Bauzeit eine neue Trauerhalle.

 

2001    -     In diesem Jahr beginnt die Umgestaltung des Schulhofes mit stufenweisen ansteigenden Sitzreihen.

Im Februar wird bei Bauarbeiten am ehemaligen Hospital ein Brunnen aus dem 16.Jh. gefunden. Er ist 18m tief x 1,50m Öffnung

-          Am 09.September öffnete erstmals die noch im Bau befindliche Gleimbegegnungsstätte.


 

2002    -     Am 01. Januar schlossen sich die Stadt Ermsleben und die Gemeinden Endorf, Pansfelde, Neuplatendorf, Wieserode, Reinstedt und Meisdorf zur Stadt Falkenstein/Harz zusammen.

-          Am 01. Januar wird der hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Falkenstein/Harz Klaus Wycisk.

-          Am 01. März löst der Euro die Deutsche Mark als alleiniges Zahlungsmittel ab. Das neue Bargeld wurde ab dem 01.01.2002 ausgegeben.

-          Im Oktober wurde ein zweihundert Jahre altes Fachwerkhaus aus Pansfelde am Friedrichshohenberg neu aufgebaut.

-          In diesem Jahr wurde Ingrid Stockmann Schulleiterin der Grundschule, bis 2006.

-          Im November wurde der Nagelsteinbrunnen auf dem Markt eingeweiht.

-          Am 27. November erfolgte die Übergabe der sanierten Lindenstraße, und der neuen Befestigungsmauer in der Friedrich-Ebert-Straße.

 

2003    -     In diesem Jahr wurde Sinsleben Sieger im Dorfwettbewerb. Der Ortsteil erhielt eine Holzbank am Lindenplatz.

-          Am 02. April wurde am sanierten Fachwerkhaus der Fam. Gleim eine schwarze Gedenktafel angebracht.

-          Am 01. August eröffnet Heike Operhalski ihre Naturheilpraxis in der Grünen Straße.

-          In diesem Jahr wurde die Orgel der St. Andreas Kirche durch den gebürtigen Sinslebener Erwin Rohleder restauriert.

-          Am 18. August begannen die Abrissarbeiten am Teepott

-          In diesem Jahr wurde das Rathaus renoviert, und das Dachgeschoss ausgebaut.

-          Am 26. August wurde die Post in der Bahnhofstraße, die seit 1895 bestand, geschlossen.

-          Heidrun Weinberg eröffnete in der Langen Straße 57 eine Post-Filiale.

-          Am 14. September wurde das restaurierte Fachwerkhaus der Familie Gleim als Begegnungsstätte feierlich übergeben.

-          Im Herbst gab es an der Grundschule ein einwöchiges Zirkusprojekt, mit abschließender Galavorstellung.

 

2004    -     Am 21. Februar wurde die Bahnlinie Ballenstedt – Ermsleben – Frose, die seit 1868 bestand, stillgelegt.

-          Am 08. Mai erfolgte die feierliche Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Siederstraße.

-          Nach dem 08. Mai zog die Rettungswache in die Räume des alten Feuerwehrgerätehauses

-          In diesem Jahr begannen die Abriss- und Umbauarbeiten in der Langen Straße und am Markt

-          Bei Kanalbauarbeiten in der Bahnhofstraße wurden Archäologische Funde sichtbar.

-          Am 26. September hatte der Förderkreis Konradsburg e.V. zum Brotfest am Forsthaus Friedrichshohenberg geladen.

-          Am 29. Oktober gründete sich der Ermslebener Kulturverein e.V. in der Ludwig-Gleim-Begegnungsstätte.

 

2005    -     Am 17. Juni wurde der alte Nagelstein, der zuvor vor der Domäne stand, vom Bürgermeister Klaus Wycisk am Rathaus eingeweiht.

-          Am 29. September erhielt die Mühlenstraße erstmals einen Abwasserkanal. Die „Hasenseichte“ verläuft seitdem unterirdisch.

 

2006    -     Im April zog Frau Dipl.-Med. Ute Bintig mit ihrer Praxis in das Gebäude der alten Post in der Bahnhofstraße um.

-          Am 30. April lud der Förderkreis Konradsburg e.V. zur Walpurgis auf die Konradsburg

-          Am 01. Mai fand das 9. Plänefest auf dem Berlinger Plan in Sinsleben statt.

-          Vom 16. Bis 18. Juni fand das Heimat- und Vereinsfest statt.

-          Am 04. Juli erhielt die Grundschule den Namen „Ludwig Gleim“

-          Im August erfolgte die Umgestaltung der Abrisshäuserflache hinter dem Rathaus zum Parkplatz

-          Am 15. September wurde die von Else Rabe gestiftete, 1921 gegossene Glocke aus dem Glockenstuhl entfernt, weil sie den Glockenturm beschädigte.

-          Am 24. September hatte der Förderkreis Konradsburg e.V. zum Brot- und Kartoffelfest am Forsthaus Friedrichshohenberg geladen.

-          Am 02. Dezember fand der Weihnachtsmarkt statt

-          Am 06. Dezember endeten die Malerarbeiten in der St. Andreas Kirche

-          Im Dezember fand ein Adventsingen mit Gotthilf Fischer statt

 

2007    -     Seit Februar gibt es die Stempelstelle 201 der Harzer Wandernadel auf der Konradsburg

-          Im März wurde bei Bauarbeiten auf dem Dachboden des Brunnenhauses der Fam. Schimke die Lade der Maurerinnung mit Innungspokal und Vortragetafel gefunden.

-          Am 28. Juni fand die Eröffnungsfeier zur Fertigstellung eines weiteren Gebäudes der Außen Wohngruppe des Schloss Hoym statt.

-          Am 01. Juli wechselte die Stadt Falkenstein vom Landkreis Aschersleben-Staßfurt in den Landkreis Harz.

-          Am 03. Juli wurden die Ortseingangsschilder aktualisiert.

-          Am 14. September wurden 3 neue Glocken, gegossen in Lauchhammer, in der St. Sixtus Kirche eingeweiht.

-          Am 02. Dezember fand das 15. Adventskonzert der „Liedertafel“ in der St. Sixtus Kirche statt.

-          Am 17. Dezember erfolgte die Übergabe des sanierten Stresemannplatzes

 

2008    -     Am 01 Januar übernahm der Eigenbetrieb Rettungsdienst des LK Harz die Rettungswache in der Siederstraße vom ASB.

-          In diesem Jahr wurde in der Weberstraße und auf dem Gelände von Reimanns ehemaliger Mühle eine Spielfilmkomödie gedreht.

-          In diesem Jahr wurden im Garten der ehemaligen Thiemühle neue Parkplätze für die Tonfunk GmbH geschaffen.

-          Am 28. März wurde die Volksbankfiliale am Markt 50, nach der Renovierung neu eröffnet. Sie wurde 2017 wieder geschlossen.

-          Die Drogeriefiliale Schlecker zog in die Ascherslebener Straße 4, in die Räume der ehemaligen Tankstelle von Klaus Wolle ein. Sie wurde 2012 geschlossen.

 

2009    -     In diesem Jahr erfolgte der Abriss des ehemaligen Geschäftshauses Toepke/ Weber am Wassertor 8.

-          In diesem Jahr erfolgte der Abriss des des „gelben Hauses“ Wassertor Nr.6, der ehemaligen Schusterei.

 

2010    -     Im März wurden 4 sehr alte Kastanienbäume an der Landstraße L230 zwischen Ermsleben und Meisdorf illegal gefällt.

-          Im April wurde auf einem Diskussionsabend Ersatz für die gefällten Bäume gefordert. Später wurden 4 neue Kastanien gepflanzt.

-          In diesem Jahr fanden die Restaurationsarbeiten am hölzernen Hochaltar der St. Andreas Kirche ihren Abschluss.

-          In diesem Jahr, bis 2012, erfolgte der Umbau der Grundschule.

-          In diesem Jahr erfolgte der Abriss der alten Turnhalle am kleinen Wassertor.

 

2011    -     Im Mai eröffnete Daniela Bestehorn eine Teestube und das Café „Holunderbaum“ am Burggrund.

-          In diesem Jahr erfolgte der Abriss des ehemaligen Wäschehauses von H. Lehmann in der Konradsburger Straße 2.

-          In diesem Jahr begann der Umbau des Schulgebäudes

 

2012    -     In diesem Jahr wurde der „Polizeiruf 110“ mit dem Titel „Raubvögel“ teilweise am Forsthaus, am Resenberg, und in der Hagenbreite gedreht.

-          Am 01. März begann die Nutzung des ehemaligen Hotels „Stadt Berlin“ vom Bildungszentrum Teutloff aus Wernigerode für Schulungszwecke.

-          In diesem Jahr wurde der Sportplatz erneuert.

-          In diesem Jahr fanden erstmals Kanalarbeiten in der Weberstraße statt.

-          In diesem Jahr wurde das ehemalige Kolonialwaren- und Spirituosengeschäft von Karl Lehmann in der Weberstraße 3 abgerissen.

 

2013    -     Am 18. März begann der Neubau des Netto-Marktes am Mittelweg

-          In diesem Jahr erfolgte der Umbau von 2 Häusern auf dem Markt.

-          Am 30. April war Walpurgis auf der Konradsburg.

-          Am 01. Mai fand das 16. Straßenfest auf den Berlinger Plänen statt.

-          Im November erfolgte der Abriss des Geschäftshauses des Uhrmachers Friedrich Helbing am Markt 24.

 

2014    -     Am 01. Mai fanden die Feierlichkeiten zum 1050-jährigen Bestehens von Sinsleben statt.

-          Am 01. Juni wurde der Kinderspielplatz am Falkensteiner Weg eröffnet.

-          Im Oktober begann der Umbau des ehemaligen Hospitals „St. Crucis“ in der Konradsburger Straße 15 zu einem Mehrfamilienhaus.

-           

 

2015    -     Im Mai schloss Heidrun Weinberg ihr Geschäft in der Langen Straße 57.

-          Vom 12. Bis 14. Juni fand das Heimat- und Vereinsfest auf der Mühlwiese statt

-          Am 04. Juli fand das 10. Kultur- und Straßenfest in der Ludwig-Gleim-Straße statt.

-          In diesem Jahr begannen der Abriss und Neubau des Hauses Lange Straße 16

-          In diesem Jahr erfolgte der Abriss eines Wohnhauses auf dem Harteberg, Berlinger Plan 1,  

-          Im November begann der Abriss von Reimanns Mühle (Thiemühle) auf dem Anger in Sinsleben.

 

2016    -     Am 29. Februar begann der Ausbau der Welbslebener Straße

-          Am 17. Oktober feierte die Firma Feickert GmbH ihr 25-jähriges Bestehen.

 

2017    -     Am 24. Januar brannte die Zahnarztpraxis Rank zum Großteil.

-          Am 30. März wurde die fertiggestellte Welbslebener Straße dem Verkehr übergeben.

-          Am 01. April fand auf dem Sperlingshof ein Ostermarkt statt.

-          Am 01. Mai fand auf den Berlinger Plänen das 20. Straßenfest statt.

-          Vom 08. Bis 11. Juni fand zum ersten mal das Heimat- und Vereinsfest auf dem Sportplatz statt.

-          Am 31. Juli schloss die Gärtnerei Pradelt, nach 121-jährigem Bestehen.

-          Am 31. August schloss der Getränkeabholmarkt in der Bahnhofstraße, nach 27-jährigem Bestehen. Damit schloss auch die Postfiliale.

-          Am 05. Oktober eröffnete Frank Böll eine Postfiliale am Markt.

-          Am 12. September zerstörte ein Großbrand die Gebäude des ehemaligen KfL, die daraufhin abgerissen wurden.

 

2018    -     Am 12. Februar wurde im ehemaligen Getränkeabholmarkt Eichmann ein Blumengeschäft „Blütezeit“ eröffnet.

-          Am 15. Februar begannen die Straßenbaumaßnahmen mit dem Fällen alter Lindenbäume.

-          Am 20. April eröffnete nach einjährigem Wiederaufbau die Zahnarztpraxis Rank in der Halberstädter Straße.

-          Im November feierte die Kita „Gänseblümchen“ am Falkensteiner Weg ihr 20-jähriges Bestehen.

 

2019    -     Am 02. April fand eine Jubiläumsfeierstunde anlässlich des 300. Geburtstages von J.W.L. Gleim im Schlosstheater Ballenstedt statt. Ermslebener Schulen gestalten ein Programm

-          Am 28. Mai erfolgte die feierliche Freigabe der Halberstädter Straße nach dem Umbau.

-          Am 26. August wurde die Fahrrad – Ladestation in der Bahnhofstraße, nähe Markt, in Betrieb genommen.

-          Am 19. September wurde Kristin Eichmann-Rank als Ortsbürgermeisterin von Ermsleben vereidigt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt.

-          Ab September wurden auf den beiden Friedhöfen in Ermsleben und Sinsleben neue Urnenhaine angelegt.

-          Am 02. September übernahm der neue Inhaber Jens König die Postfiliale am Markt.

-          Im September eröffnete am Mittelweg 1 ein neuer Dönerladen.

-          Am 19. Oktober fanden Aufräum- und Pflanzarbeiten von engagierten Ermslebener Bürgern in der Bahnhofstraße statt.

-          Am 11. November fand die Einweihung des Geoparks in der Bahnhofstraße statt. Sie gibt Auskunft über die Geologie der Stadt, sowie die Zugehörigkeit zumUNESCO-Geopark.

-          Am 02. Dezember wurde die neue Bushaltestelle in der Halberstädter Straße in Betrieb genommen.

-          Im Dezember wurde die Asphaltierung der Lindenstraße in Sinsleben fertig gestellt.

-          Am 06. Dezember fand ein Weihnachtsmarkt in der St. Sixtus Kirche statt.

 

2020    -     Am 20. Februar begannen die Vorbereitungen zum Bau eines Wohnparks in der Neustadt mit dem Fällen mehrerer Bäume.

-          Am 03. März eröffnete nach dem Umbau der Imbiss „Harz City Grill“ am Mittelweg 1.

-          Am 11. März erfolgte die Schließung aller Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt aufgrund des Ausbruchs der Virusepidemie SARS-CoV-2.

-          Am 28. April kündigte das Unternehmen AWO den Bau eines Wohnparks mit 19 Wohnungen und 17 Tagesplätzen in der Neustadt an.

-          Im April wurden je 1 Zierkirsche auf den Abrissgrundstücken Markt 24 und Konradsburger Str.2 gepflanzt.

-          Ab Mai produzierte die Tonfunk GmbH zusätzlich Intensivbeatmungsgeräte für die COVID-19 Therapie

-          Am 15. Mai brach auf dem Gelände der ehemaligen Autowerkstatt Wolf in der Welbslebener Str. 49 ein Brand aus.

-          Im Mai erhielt der Förderverein Konradsburg e.V. den „Großen Denkmalpreis 2020 der Deutschen Burgenvereinigung“

-          Am 04. Juni erhielt die Freiwillige Feuerwehr eine neue Leitstelle im Gerätehaus in der Siederstraße

-          Am 05. Juni eröffnete Anja Kunze im Forsthaus ein „Kräuterlädchen“

-          Im Juli entwickelte die Tonfunk Systementwicklung und Service GmbH das neue Kassensystem „Profipay“ für den Sport- und Eventbereich.

-          Am 28. Juli wurden durch die BEHOWA GmbH zwei neue Schaukästen mit Stadtplänen und Radweginfos am Markt und in der Bahnhofstraße angebracht.

-          Ab Mai wurde eine neue Brücke als Wohnpark- Zufahrt über die Selle in der Neustadt gebaut.

-          Im August wurden 20 neue 50-Liter Mülleimer an Sitzbänken, Bushaltestellen, und Friedhöfen aufgestellt.

-          Im August begann die Umstellung der Straßenbeleuchtung in ganz Ermsleben auf LED-Technik.

-          Am 12. August wurden an der Spielburg, am Radislebener Weg und an der Harzstraße brachliegende Wiesen als Bauland freigegeben.

-          Am 03. September eröffnete nach viermonatigem Umbau die neue Taverne „Olymp“ auf dem Markt.

-          Am 19. September fand eine Festveranstaltung „150 Jahre Feuerwehr“ im Vereinshaus Siederstraße statt.

-          Am 27. September fand im Forsthaus Friedrichshohenberg ein Brot- und Kartoffelfest statt.

-          Am 28.September bekam Falkenstein den Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,25 Mill Euro für den Ausbau des Radweges R1 Reinstedt-Meisdorf.

-          Im Oktober fanden die Ausbauarbeiten Linden- und Friedrich-Ebert-Straße ihr Ende.

-          Am 09. Oktober schloss die Bäckerei Arndt nach 58-jährigem Bestehen.

-          Am 18. Oktober entfernten Mitglieder des Fördervereins der St. Sixtus Kirche feuchten Putz von den Wänden der Kirche als Voraussetzung langfristiger Renovierungsarbeiten.

-          Ab dem 26. Oktober wurde ein Teil der Asphaltdecke in der Bahnhofstraße erneuert.

-          Im November wurden alle Schrebergärten an der Selke planiert. Der Pachtvertrag war im Jahr 2019 gekündigt worden.

-          Am 21. Dezember erhielten alle Haushalte gelbe Mülltonnen als Ersatz für die gelben Säcke.

 

2021    -     Am 06. Februar setzte starker ca. 40 cm hoher Schneefall ein, der 2 Tage anhielt.

-          Am 19. Februar wurden in der Ascherslebener Straße 3 Lindenbäume für neue und breitere Fußwege gefällt.

-          Am 24. Februar begannen die Straßenbauarbeiten in der Ascherslebener Straße.

-          Am 02. März wurden die restlichen Lindenbäume in der Ascherslebener Straße gefällt.

-          Am 10. März wurde im ehemaligen Hotel „Stadt Berlin“ ein dezentrales Impfzentrum des Harzkreises eingerichtet.

-          Am 18. März beantragte der Ortschaftsrat beim Landrat das Recht für Ermsleben, wieder die Bezeichnung „Stadt“ führen zu dürfen

-          Im April wurde der neugestaltete Fußweg in der Ascherslebener Straße mit 10 neu gepflanzten Ahornbäumen und Parknischen freigegeben.

-          Am 20. April übergab Frau Dr. Wagner ihre Hauarztpraxis in der Gartenstraße an ihren Nachfolger Artur Operhalski.

-          Am 23. April erhielt Ermsleben wieder das Recht die Bezeichnung „Stadt“ führen zu dürfen.

-          Am 07. Juli wurde das Impfzentrum in der Bahnhofstraße wieder geschlossen.

-          Am 16. Juli wurde auf dem Gelände der ehemaligen Schrebergärten nahe der Friedensbrücke eine von der Fam. Rank finanzierte Raufe aufgestellt.

-          Im August wurde die Zufahrtsbrücke zur Schule neu gebaut.

-          Am 09. August begannen die Bauarbeiten am Wohnpark in der Neustadt.

-          Am 13. August wurde bei Schachtarbeiten am Wohnpark die Überreste des Luftschutzbunkers der Fam. Wendenburg (Rittergut) entdeckt.

-          Am 22. August brannte eine Gartenlaube in der Gartensparte „Lehmbreite“ vollkommen aus. Der Besitzer wurde verletzt.

-          Am 10. September fand auf der Konradsburg ein Open-Air-Konzert zur Feier des 1000-jährigen Jubiläums ihrer urkundlichen Ersterwähnung statt.

-          Am 18. September beging der Kulturverein die vom 18.06.2020 verschobene Festveranstaltung auf dem Sportplatz.

-          Am 19. September fand auf dem Sportplatz ein Kinderfest der KITA „Gänseblümchen“ statt.

-          Am 26. September fand im Forsthaus ein Brot- und Kartoffelfest statt.

-          Am 11. Oktober erfolgte auf dem Gelände des ehemaligen Rittergutes Wendenburg der „erste Spatenstich“ für den Wohnpark der AWO.

-          In diesem Jahr gab es in Ermsleben noch 20 Firmen, Geschäfte, und Praxen.

-          Am 27. Oktober wurde eines der ältesten noch erhaltenen Fachwerkhäuser Ermslebens in der Konradsburger Str.5 restauriert.

-          Im Oktober löste sich der Spielmannzug Ermsleben e.V. auf

-          Am 06. Dezember fällt die Burgenweihnacht auf der Konradsburg wegen Corona aus. Ab heute gelten strengere Corona-Maßnahmen.

-          Am 15. Dezember erfolgte die Übergabe eines neuen Kfz TLF 3000 an die Freiwillige Feuerwehr Ermsleben

-          Im Dezember nahmen Ermslebener Bürger am „lebendigen Adventskalender“ teil

 

2022    -     Im Februar erfolgte die Fertigstellung der Glaswand zwischen Turm Raum und Kirchenschiff in der St. Andreas Kirche

-     Am 15. März gibt es eine Infoveranstaltung zum Glasfaserausbau durch die Firma Unsere Grüne Glasfaser

-     Am 03. April tritt die 17. Eindämmungsverordnung von Sachsen-Anhalt in Kraft. Ab jetzt gilt Maskenpflicht.

            -     Am 16. April fand das Osterfeuer auf der Mühlwiese statt.

-     Am 01. Mai fand das 23. Straßenfest auf den Berlinger Plänen in Sinsleben statt.

            -     Im Mai beginnt die Trockenlegung der Grundmauern der St. Sixtus Kirche

            -     Am 04. Juni fand der 38. Konradsburglauf in Ermsleben statt.

-     Am 11. Juni findet der Festumzug zum Jubiläumsjahr der Stadt statt (975 Jahre Ermsleben, 175 Jahre Liedertafel, 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr, und 100 Jahre Sportverein).

-     Am 31. August war der Startschuss für den Ausbau des Glasfasernetzes in Ermsleben.

-     Am 07. September zog ein Unwetter mit Sturm, Starkregen, und schwerem Hagelschlag über Ermsleben.

-          Am 08. Oktober fand ein Schulfest anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Schule statt.

-          Am 27. November fand ein Adventskonzert mit der Liedertafel in der St. Sixtus Kirche statt.

-          Am 02. Dezember fand der Weihnachtsmarkt vor und in der St. Sixtus Kirche statt.

-          Am 10. Dezember lud der Förderverein zur 3. Burgweihnacht auf die Konradsburg.

 

2023    -     Am 12. März erfolgt die Bekanntgabe des vorläufigen Ergebnisses der Bürgermeisterwahl 2023 der Stadt Falkenstein.

-          Am 02. April Rico Röse neuer Bürgermeister der Stadt Falkenstein/Harz

-          Am 08. April fand das Osterfeuer auf der Mühlwiese statt.

-          Am 11. Mai fand die Verabschiedung des ausgeschiedenen Bürgermeisters Klaus Wysisk mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt statt.

-          Am 27. Mai fand der 39. Konradsburglauf statt.

-          Am 10. Und 11. Juni fand das Heimat- und Vereinsfest auf dem Sportplatz statt.

-          Am 22. Juni beschloss der Stadtrat das „Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept“, kurz IGEK, für die nächsten 15 Jahre

-          Im Juli gehen die Sanierungsarbeiten in der St. Sixtus Kirche mit dem Einbau des neuen Fußbodens weiter.

-          Am 01. August war die Eröffnung des Seniorenwohnparks der AWO in der Neustadt 5.

-          Am 12. August lud die Freiwillige Feuerwehr Ermsleben zu einem Schnuppertag.

-          Am 03. Oktober fand die Verlegung von 4 Stolpersteinen vor der Siederstraße 30 statt.

-          Im November fand die Generalsanierung des Brunnenhauses auf der Konradsburg ihren Abschluss.

-          Am 08. Dezember fand der Weihnachtsmarkt auf dem Markt am Rathaus statt.

-          Am 16. Und 17. Dezember lud der Förderkreis zur Burgweihnacht auf die Konradsburg.

 

2024    -     Am 09. Juni fanden die Stadtratswahlen statt

            -     Am 10. Juni fand die Wahl des Ortschaftsrates statt

-          Am 21. Juni hat der Gesangverein „Liedertafel“ das Sinslebener Schützenfest mit ein paar Liedern in der St. Andreas Kirche eröffnet.

-          Am 02. Juli erfolgt die Bekanntgabe der Neubesetzung der Ämter und des Ortschaftsrates.  

-          Am 17. August fand auf dem Sportplatz ein Sommerfest statt.

-          Am 17. September begann der Abriss des Hauses Nr. 22 in der Neustadt

-          Am 19. Oktober lud der Ortschaftsrat zum Arbeitseinsatz „Ermsleben räumt auf“

-          Am 03. Dezember erfolgte die Eröffnung des 1500m langen neuen Radweges zwischen Ermsleben und Reinstedt auf der alten Bahntrasse.

 

2025    -     Am 24. März begann der Abriss der Häuser Nr. 5 und 7 in der Weberstraße.

-          Am 08. April war die Wiedereröffnung der Gärtnerei Pradelt in der Friedrich-Ebert-Straße

-          Am 12. Mai wurde das neue Produktions- und Verwaltungssitzgebäude der Tonfunk Gruppe eingeweiht.

-          Am 14. Mai fand die Eröffnung des Falkensteiner Kirchenpfades statt. Er verbindet die 7 Ortsteile der Stadt Falkenstein/Harz

-          Am 30. Juli eröffnete Dominic Geide seine neue Hausarztpraxis in der Konradsburger Straße 19 F nach mehrmonatiger Bauzeit.

-          Am 18. August fand das Sommerfest, sowie das Fest zum 155-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Sportplatz statt.

-          Im November wurde im Rahmen einer Baumpflanz-Challenge vor der St. Sixtus Kirche eine Rotbuche gepflanzt.

-          Am 30. November fand ein Adventskonzert mit 4 Chören in der St. Sixtus Kirche statt.

-          Im Dezember wurde die Mühlgrabenbrücke am Anger saniert.

-          Am 05. Dezember fand auf dem Platz vor dem Rathaus der diesjährige Weihnachtsmarkt statt.

-          Am 13. Und 14. Dezember lud der Förderverein Konradsburg zur Burgenweihnacht auf die Konradsburg.

 

2026    -     Am 01. Mai

-          Am 02. Juni

-          Am 03. August

-          Neugestaltung